Studie: Streaming wirkt sich nicht negativ auf Verkaufszahlen aus

spotify studyImmer wieder treffen wir Musiker und Bands, die dem Thema Streaming mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen – hauptsächlich aufgrund der Befürchtung, dass sich ihre Releases (digital oder physisch) durch die Verfügbarkeit auf Streaming-Plattformen wie Spotify, Simfy, WiMP und Co schlechter verkaufen. Eine kürzlich von Spotify durchgeführte Studie zum Verhältnis von Spotify und Musikpiraterie sowie dem Kaufverhalten von Musikkonsumenten in den Niederlanden hat jedoch zu überraschenden Ergebnissen geführt:

 

Wenn ein Künstler sein Album nicht nur zum direkten physischen und digitalen Kauf anbietet, sondern auch bei Streaming-Diensten bereitstellt, dann hat dies laut Studie keinen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Künstler, deren Musik häufig gestreamt wird, verkaufen nicht weniger als Künstler, deren Musik nicht bei Spotify etc. verfügbar ist. Zudem wurde festgestellt, dass die Zahl der illegalen Downloads geringer ist, wenn ein Album gestreamt werden kann. Die Nicht-Verfügbarkeit auf Streaming-Plattformen verführt offenbar viele Hörer nicht dazu, sich den Release zu kaufen – sondern ihn auf illegalem Wege zu besorgen!

 

Musikmarkt fügt den Studienergebnissen die Prognose bei, dass das Wachstum von Streamingangeboten weit mehr ausgebaut werden könnte und Abonnement-Angebote als Geschäftsmodell könnten weitaus attraktiver werden. Was dieses Wachstum derzeit noch ein wenig einschränkt sei die zögernde und skeptische Haltung, mit der Künstler den Streaminganbietern gegenüber stehen. Die Furcht vor sinkenden Einnahmen ist jedoch, wie diese Studie nun belegt, unbegründet. Im Gegenteil könnte das Abonnementmodell noch größeren Zulauf bekommen und illegale Downloads zur absoluten Seltenheit werden lassen.

 

Gute Aussichten für den Streaming-Markt sagt auch eine aktuelle Studie von PriceWaterhouseCoopers voraus. Laut ihr soll Streaming bis 2017 18% der Umsätze auf dem digitalen Musikmarkt weltweit ausmachen und etwa 125 Millionen Euro Umsatz entsprechen. Bereits jetzt verzeichnet abo-basiertes Musikstreaming ja beachtliche Zuwächse: ein Umsatzplus von 137 Prozent im ersten Halbjahr 2013 kann sich sehen lassen. Dazu passend streamt unter den 18- bis 29-Jährigen bereits mehr als jeder Vierte.

 

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