Der Captain empfiehlt: So kommt deine Musik in Spotify Playlisten

Spotify Playlists
 

Warum sind Playlisten heutzutage so wichtig für Musiker?

 
Spotify Playlisten und die Playlisten der weiteren bekannten Streamingdienste sind im Jahr 2017 eine der wirksamsten Möglichkeiten, deine Musik einem breiten Publikum näher zu bringen. Das Prinzip ist einfach: Du hast Glück und deine Musik landet auf einer reichweitenstarken Playlist mit vielen Followern. Aufgrund der Reichweite und Bekanntheit der Playlist vertrauen die Hörer darauf, dass die dort vertretene Musik hohen Ansprüchen genügt, denn die Kuratoren der Playlists treffen eine sorgfältige Vorauswahl. Es ist wie eine Art Empfehlung, wenn sich deine Musik auf einer bekannten Playlist wiederfindet. Viele Leute hören dadurch deine Musik, finden sie im Idealfall toll, klicken sich durch deine Diskographie und werden Fans, kaufen und streamen ab sofort deine Musik und besuchen deine Konzerte.
 
In diesem Artikel erklären wir dir, was mögliche nächste Schritte für dich sind, nachdem recordJet deine Musik an Spotify und die anderen Streamingdienste ausgeliefert hat.
 
 

„Wie bekomme ich meine Musik nun in die wichtigsten Spotify Playlisten?“*

 
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Playlisten: In-House-Playlisten der Plattformen, die von einem internen Editorial-Team gepflegt werden, sowie Playlisten, die von externen Kuratoren angelegt wurden. Folgende Schritte können dir den Sprung auf die Spotify Playlisten vereinfachen.
 
1. Verifiziere dein Spotify-Profil
 
Wie das geht haben wir bereits in unserem Artikel „3 Tipps, wie ihr das Beste aus Spotify rausholt“ beschrieben. Ein sauber verifiziertes und gepflegtes Spotify-Profil zeigt Spotify und den Kuratoren der Playlisten, dass Du mit deiner Musik eine gewisse Grundsorgfalt an den Tag legst, dass Du das Medium Streaming ernst nimmst und dich damit auseinandergesetzt hast. Ein professionelles Profil ist wie eine Visitenkarte, die dir Türen öffnen kann.
 
2. Aktualisiere und pflege deine sozialen Medien und deine Webseite
 
Neben den Profilen auf den Plattformen solltest Du auch drauf achten, dass all deine sozialen Profile auf dem neuesten Stand sind. Dazu gehört zum einen deine Facebook-Page mit regelmäßigen Beiträgen. Achte auch darauf, dass Du alle Infofelder vollständig ausfüllst. Falls Du einen Instagram- oder Twitter-Account hast sollten auch diese vollständig sein und regelmäßig gepflegt werden. Eine stringente CI ist von Vorteil, das heißt: Durchgängige Farbprofile, konstantes Wording (= Begriffe die Du oft benutzt und die immer wieder auftauchen), identische Ästhetik.
Beispiel: Die amerikanische Violinistin Lindsey Stirling nennt als Markenzeichen ihre Fans „Stirlingites“. Dies behält sie auf allen sozialen Kanälen bei und bricht ihr Wording nicht. Würde sie hingegen auf Facebook von „Stirlingites“ sprechen, auf Twitter von „Lindseynisten“ und auf Instagram von „meine Fans“ wäre ihr Markenzeichen kein Markenzeichen mehr und ihr Auftritt in den sozialen Medien sprachlich verwässert. Auch deine Webseite sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Wenn die letzten Infos von 2013 sind wirkt dies, als hätte sich seitdem nichts mehr bei dir getan.
 
3. Recherchiere passende Playlists und deren Kuratoren
 
Playlists können von vielen Seiten kuratiert werden: Neben den Editorial-Teams der Plattformen selbst können dies auch Musikmagazine sein, Labels, Radio- oder TV-Sender, Musikblogger, (lokale) Unternehmen, Marken, Privatpersonen uvm. Das Ergebnis sind dann u.a. gebrandete oder kollaborative Playlisten. Bei den von dir anvisierten Playlisten solltest Du selbstverständlich darauf achten, dass sie dein Genre abbilden, und diesen dann folgen. Damit signalisierst Du Interesse und outest dich nicht nur als Fan der Musik, sondern demonstrierst auch, dass Du die Arbeit der Kuratoren erkennst und schätzt. Durch Kommentare, Likes und Shares in den unterschiedlichen sozialen Medien kannst Du eine Beziehung zu den Kuratoren aufbauen und Interesse zeigen.
 
Hinweis: Dieses Vorgehen wird im angloamerikanischen Kulturraum stärker erwartet als im europäischen, also achte darauf, dass Du vor allem mit den Amerikanern gut Freund bist und Freundlichkeiten austauschst, während du bei den Europäern eher nicht zu wild schleimen solltest 😉
 
4. Pitche deine Musik
 
Hast Du eine gute, freundschaftliche Beziehung zu den Kuratoren einer Playlist aufgebaut kannst Du dazu übergehen, deine Musik zu pitchen, sprich: Du kannst deine Musik vorstellen und anfragen, ob sie für die Playlist geeignet ist. Ein Pitch sollte kurz sein und auf den Punkt kommen. Ja, deine harte Jugend auf den Straßen Neuköllns hat vielleicht deine Musik beeinflusst, kann bei einem Pitch in ihrer Ausführlichkeit jedoch too much sein und ist im Jahr 2017 nicht mehr besonders originell. Viele Kuratoren müssen sich mehrere Dutzend Anfragen oder mehr pro Tag anschauen und somit schnell entscheiden und aussieben. Dadurch müssen sie auf den ersten Blick erkennen können, warum gerade deine Musik geil ist und wie sie die Playlist bereichern kann.
 
Und dann: Geduld haben und Zeit erlauben. Achte darauf, nicht zu pushy zu sein – dich den Kuratoren wieder und wieder aufzudrängen und sie dazu bringen zu wollen, deine Musik in ihre Playlist aufzunehmen wird dir im Zweifel nicht als „Kämpfernatur“ positiv ausgelegt sondern kann schnell das Gegenteil bewirken und dazu führen, dass Du nicht mehr beachtet wirst. Wenn Du hartnäckig sein willst, dann sollte dies unbedingt mit einem hohen Maß an Fingerspitzengefühl gepaart sein, und auf keinen Fall mit einer Erwartungshaltung. Auch diskutieren, betteln, verhandeln, drohen oder Erklärungen zu verlangen ist keine gute Strategie. Irgendwo da draußen ist eine passende Playlist für jeden, und wer nicht will, der hat schon. Ansonsten: Besser Finger davon lassen.
 
5. Special Opportunity: Spotify
 
Das Spotify Editorial Team hat im Artist-Bereich ein Kontaktformular eingerichtet, mit dem Du deine Musik den Editoren vorstellen kannst, damit sie auf den Spotify Playlisten landet. Wähle dazu unter „Your Inquiry“ einfach „I wish to submit a promo inquiry“ aus und pitche deine Musik dann im Kommentarfeld (auf Englisch).
 
6. Nach der Platzierung
 
Spotify Playlists | recordJet
 
Sobald Du es auf eine der starken Spotify Playlisten geschafft hast beginnt die Verbreitung: Share den Link in deinen sozialen Medien, auf deiner Webseite und deinem Newsletter mit allen Menschen, die Du kennst. Dies hat zweierlei Effekt: Zum einen machst Du dadurch natürlich dich selbst und deine Musik bekannter, zum anderen hilfst Du damit auch den Kuratoren, ihre Playlist zu verbreiten und mehr Hörer zu gewinnen. Es ist quasi das Dankeschön für die Platzierung. Dadurch, dass Du dir die Kuratoren als Freunde behältst, hältst Du dir gleichzeitig eine Tür für deine zukünftige Musik offen. Das führt uns zum letzten Punkt….
 
FAZIT
 
Playlisten-Marketing ist kein musikalischer One Night Stand sondern langfristige Beziehungsarbeit. Die Kuratoren verschaffen dir Reichweite, Du bedankst dich dafür mit dem Sharen und Verbreiten der Playlisten. Eine Hand wäscht die andere. Daher ist es eher selten möglich, mal eben per Knopfdruck auf einer guten Playlist zu landen. Dies garantiert jedoch auch die gleichbleibend hohe Qualität der Playlisten. Ein langer Atem und Geduld zahlt sich also für die Zukunft vielfach aus.
 
Und jetzt bist Du dran: Teile die Playlists, auf denen deine Musik vertreten ist, unten in den Kommentaren und erzähle uns, wie du es geschafft hast.
 
*Hinweis: Spotify baut seine Seiten kontinuierlich um und verbessert diese. Möglicherweise funktionieren die in diesem Artikel genannten Links nicht für immer oder das Kontaktformular bzw. der Ablauf bestimmter Prozesse verändert sich. Dann hilft dir Google oder der Spotify-Support weiter.
 
 
 

Eine Antwort zu “Der Captain empfiehlt: So kommt deine Musik in Spotify Playlisten”

  1. […] Tracke deine Performance: Verfolge nach, wer deine Songs zu Playlisten hinzufügt und wie gut deine Musik ankommt. Du bekommst ebenfalls eine Info darüber, wenn Du zu einer der […]

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