Passenger of the Month im Mai 2019: Giant Rooks

Passenger of the Month im Mai 2019: Giant Rooks

Giant Rooks | recordJet

„Wild Stare“ hieß das erste Lebenszeichen der Giant Rooks nach ihrer gefeierten EP „New Estate“. Jetzt schieben sie ihre zweite, nach eben diesem Song betitelte EP hinterher und zeigen, warum sie nach wie vor zu den herausragendsten Newcomern des Landes gehören. „Wild Stare“ macht Nägel mit Köpfen, zeigt Bandbreite, überbordendes Talent und ansteckende Abgeklärtheit.

 

Doch erst einmal ganz von vorn: 2015 gründen Sänger Frederik Rabe, Gitarrist Finn Schwieters, Bassist Luca Göttner, Keyboarder Jonathan Wischniowski und Drummer Finn Thomas in ihrer Heimatstadt Hamm in Nordrhein-Westfalen Giant Rooks. Die Band gewinnt den renommierten Pop-NRW-Preis, tourt zusammen mit Größen wie Kraftklub oder Von Wegen Lisbeth und spielt auf den renommiertesten Festivals des In- und Auslandes. Inzwischen sind Giant Rooks nach Berlin gezogen. Weil großes Talent große Möglichkeitsräume braucht. Und „Wild Stare“ hört man an, dass sie sich bestens eingelebt haben:

 

Der Opener ist ein zeitlos souveränes Stück Musik, catchy und prägnant. Es schaut über den großen Teich und steht trotzdem mit beiden Füßen auf dem Boden. Klingt erwachsen, selbstständig und eigen. Dazu kommt die Stimme von Sänger Frederik Rabe, der Worte so singen kann, wie man sie noch nie gehört hat. In jedem Ton liegt Hoffnung, in jeder Silbe Melancholie.

 

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„100 mg“ schiebt und drückt nach vorn, bedient eine sensible Thematik und fängt sie auf. Zeitloser britischer und amerikanischer Gitarrenrock, eine Spur Folk, treibende Rhythmen, catchy Gesangslinien, hier und da eine Spur Elektronik: Man kann einer Band dabei zuhören, wie sie sich selbst findet. Und sich dabei durchaus auch Experimente zutraut: Die aufbrandende Halb-Ballade „King Thinking“ verbindet verschachtelt-eklektisches Songwriting mit hoher emotionaler Energie. „Went right down“ baut ein Schloss aus rhythmisch in einander greifenden Parts und schlurft lässig Richtung Sonnenuntergang. Das ist akzentuiertes Songwriting der Spitzenklasse: Jeder Akkord sitzt an der richtigen Stelle, alles wirkt wie aus einem Guss.

 

„Wild Stare“ zeigt in seiner Gesamtheit aber auch andere Facetten, gerade textlich: Leistungsdruck, Selbstoptimierungswahn – Giant Rooks wissen sehr genau, was in ihrer Generation los ist.

 

 

Die Haltung der Giant Rooks ist kosmopolitisch, genau wie ihr Sound. Aus Deutschland herausgekommen ist die Band schon jetzt. Mittlerweile ist es für sie fast genauso normal, in Manchester zu spielen oder in London, wie es für andere deutsche Indie-Bands normal ist in München zu spielen oder in Bremen. Und die Clubs werden größer, die Tickets verkaufen sich immer schneller, große Teile der Tour zu EP sind schon jetzt ausverkauft.

 

Giant Rooks sind immer noch erst Anfang 20 und damit unverschämt jung. Wenn sie weiterhin mit dieser unfassbaren Intensität an ihren Songs schrauben, was soll man denn nach einer so dermaßen ausgereiften EP wie „Wild Stare“ erst von einem Debütalbum erwarten?

 

Weitere Informationen auf Facebook, Instagram, Youtube und der Giant Rooks Webseite.

 

Einmal im Monat präsentiert recordJet den Passenger of the Month. Gewählt von der recordJet-Crew und einigen Musikredakteuren wird ein recordJet-Artist prämiert, dessen Veröffentlichung uns besonders gefällt. Hier bewerben…

 

 

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