Passenger of the Month im Mai 2013: Milky Chance.

Milky Chance | recordJet
 
Passenger of the Month im Mai 2013: Milky Chance.
 
Aufrichtige Popmusik? Gut möglich, dass es so etwas gar nicht gibt, aber sicher ist, Milky Chance kommt verdammt nah dran. Jedes Lied in vollkommener Eigenregie handgemacht, mit viel Hingabe und Herzblut direkt aus dem Bauch.
 
Überraschend trat der 20 jährige Kasseler im Juni 2012 mit der ersten Solo-Veröffentlichung ins Blickfeld seiner Heimatstadt. Seitdem zieht er immer mehr junge Leute in den Bann seiner interessant anders klingenden Lieder.
 
Wühlt man sich durch bis zu den Grundsteinen seiner Musik, stößt man auf klassische Singer-Songwriter-Elemente. Den üblichen Formen dieses Genres aber entzieht sich Milky Chance durch eine starke, sehr präsente Dynamik. Eine Dynamik nicht zuletzt geschaffen durch die dominante Gitarre, mit der er sich selbst begleitet und der man ihre Reggea-Herkunft, trotz ihres weiten Weges noch anhört. Zusätzlich unterlegt durch elektronische Bässe und Percussions, lässt Milky Chance einen ganz neuen Sound entstehen. Einen Sound, der es schafft, sich vom üblichen Pop-Sumpf abzuheben und trotzdem seine Zuhörerschaft aus den unterschiedlichsten Schichten  rekrutiert. Und während sich über Geschmäcker bekanntlich streiten lässt, sollte das Urteil über die musikalische Qualität dieser Lieder eindeutig sein. Als Musiker der sein Handwerk zweifelsohne beherrscht, erzeugt Milky Chance in jedem seiner Lieder treffsicher eine Stimmung, die den Zuhörer fesselt und etwas auslöst, dem sich viele nicht entziehen können: das Gefühl etwas besonderes, etwas Wahrhaftiges zu erleben.
 
So trifft Milky Chance einen gewissen Nerv unserer Zeit: Alle haben alle Möglichkeiten. Eine Generation versucht ihre Ziellosigkeit zu verdrängen und klammert sich sehnsüchtig an alles Spontane, Echte, an alles was nichts mit planen, abwägen und kalkulieren zu tun hat. Vielleicht ist er rechtzeitig als Alternative zur Stelle, für diese Generation, die so krampfhaft versucht sich mit etwas eigenem zu identifizieren, aber es nicht übers Herz bringt, Dubstep zur offiziellen Hymne ihrer Ära zu machen.
 
Milky Chance bietet eine Möglichkeit den Kopf auszuschalten, zu fühlen und sich fallen zu lassen. Musik, die in den Körper geht, zu der man sich bewegen möchte, die nicht drängt, nicht drückt, aber beim treiben lassen trägt.
 

 
Weitere Informationen auf Facebook und auf der offiziellen Webseite von Milky Chance.
 
Einmal im Monat präsentiert recordJet den Passenger of the Month. Gewählt von der recordJet-Crew und einigen Musikredakteuren wird ein recordJet-Artist prämiert, dessen Veröffentlichung uns besonders gefällt. Als Preis erhält dieser eine kostenlose Grundpromotion von recordJet. Hier bewerben…
 
 
 

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