Der Captain empfiehlt: Merchandise für Bands – unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!)

Merchandise für Bands und Musiker kann eine unglaublich wichtige Einnahmequelle sein – wie zum Beispiel für die recordJet Passagiere Klinke auf Cinch. Gleichzeitig sind sich aber auch viele Musiker dessen gar nicht bewusst und unterschätzen die Bedeutung, die Merchandise für die Tourkasse haben kann. Natürlich lohnt sich Merch am meisten, wenn ihr wirklich bühnenreif seid und tourt. Aber dann umso mehr: Jedes T-Shirt, jeder Button und jeder Hipster-Beutel mit eurem Bandmotiv ist Werbung für euch, wenn sie auf der Straße ausgeführt werden.

 

Ale Delgado hat für Digital Cowboys einen sehr lesenswerten Artikel über die Kunst des Merchandisings verfasst. Die Infos kommen von dem Panel-Vortrag „Modern Merch: Beyond the T-Shirt“ des CMJ Music Marathon, der im Oktober in New York City stattfand. Wir finden diese Tipps so gut, dass wir sie für euch als kleinen Expertentipp zusammengefasst haben:

 

1. Seid eine Marke

Als Musiker seid natürlich in erster Linie Künstler. Aber wenn ihr mit eurer Musik Geld verdienen wollt, ist es hilfreich, etwas unternehmerischer zu denken und euch zu einer Marke zu machen. Dazu gehört zuallererst eine einheitliche Ästhetik, eine einheitliche Farbgestaltung die sich von eurem Bandlogo bis zu eurem Merch wie ein roter Faden durchzieht. Mit einem einheitlichen Design könnt ihr dann auch ganz spezielle Merchandise entwickeln, die euch von anderen Bands abhebt. Als Beispiel nennt Ale Delgado die Glitzer-LP von Alexandra Starlight: Jedes Stück ist in limitierter Auflage handgeglitzert und so wurde ihr die LP von den Fans regelrecht aus der Hand gerissen. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Besprecht Sonderanfertigungen oder abweichende Techniken einfach mit dem T-Shirt-Drucker eures Vertrauens oder eurem Presswerk – die freuen sich sicher auch mal über was Neues.

 

2. Findet heraus, was eure Fans wollen (und sich leisten können)

Stelle sicher, dass Du für jeden Geldbeutel etwas am Merch-Stand aufweisen kannst. Das kann von Gratis-Downloadcodes oder Schlüsselbänder für wenige Euro, bis hin zu speziellen Bundles gehen (Shirt + CD + Button, etc.), die dann natürlich auch etwas teurer sein dürfen. Stelle sicher, dass sich theoretisch jeder deiner Zuschauer etwas vom Merch-Stand leisten könnte – und wenn es nur etwas Kleines ist. Jeder, der schon mal auf einem Konzert war, kennt das: Direkt nach der Show sind die Eindrücke noch frisch und die Begeisterung groß, vorausgesetzt, ihr habt gut abgeliefert – dies senkt die Hemmschwelle für Fans, sich noch eine kleine (oder große) Erinnerung mitzunehmen.

 

3. Showspezifisches Merchandise

Euer Merch wird zu etwas ganz besonderem, wenn ihr für jede Stadt, in der ihr spielt (oder zumindest für die größeren) spezielle Merch-Artikel entwerft. Laut Ale Delgado bieten sich hier vor allem städtespezifische Poster an. recordJet-Tipp: Eine günstigere Alternative wären städtespezifische Buttons, die ihr auch zuhause mit einer Button-Stanzmaschine (Erinnerung aus Schulzeiten: In vielen Gegenden verleihen die örtlichen Sparkassen oder Vereine sowas mal gerne!) schnell und günstig herstellen könnt.

 

Ale Delgado empfiehlt zudem, vor jeder Show auf Facebook und/oder Twitter anzukündigen, welche schönen Dinge es am Merchandise-Stand zu erwerben gibt, damit sich der ein- oder andere eventuell etwas mehr Geld einsteckt. Es gibt keinen traurigeren Anblick, als ein frischgebackener oder alteingesessener Fan, der nach dem Konzert mit traurigen Augen vor eurem Tisch steht und sich das Shirt nicht leisten kann, weil er nur noch 3€ in der Tasche hat (und der nächste Geldautomat weit entfernt ist).

 

4. Seid nett zu euren Kunden

Am Merch-Stand sind die Fans eure Kunden und ihr die Verkäufer. Klingt unromantisch, ist aber so. Verhaltet euch daher genau so, wie ihr gerne von einer Band am Merch-Stand abgeholt werden wollt: Platziert eure Artikel gut sichtbar, am besten mit kleinen Preisschildchen ausgestattet. Seid nett, lächelt die Interessenten an, beantwortet Fragen geduldig, drängt niemandem zu einem Kauf, und habt unbedingt Wechselgeld parat. Klingt selbstverständlich? Ist es auch :-).

 

5. Nach der Show ist vor der Show

Schafft für eure Fans eine Erinnerung an die Show – vor allem, wenn sie besonders gut war oder zu einem besonderen Anlass stattgefunden hat (Release, Bandjubiläum, etc.). Dies können Fotos sein, die ihr nach der Show auf Facebook einstellt und auf denen die Fans sich taggen können. Auch Live-Aufnahmen von genau dieser Show sind ein beliebtes Gimmick, um sich noch mehr in die Herzen der Anhänger zu spielen. Auch hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

Haben wir hier wichtige Punkte vergessen? Welches Merch-Stück von eurer Lieblingsband ist euch so lieb, dass ihr es sogar mit ins Bett nehmt? Kommentiert einfach unten 🙂

 

3 Antworten zu “Der Captain empfiehlt: Merchandise für Bands – unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!)”

  1. Nicolas sagt:

    Recordjet-Team, tolle Zusammenfassung! Wir können das nur bestätigen, unsere Kunden aus dem Musikbereich entwickeln sich sehr dynamisch. Die Fans mögen besonders, dass sie zum Kauf von Merch die Facebook-Seite Ihrer Lieblingsband nicht verlassen müssen.

  2. […] Klassiker ist immer noch die gute alte Newsletter-Liste am Merchandise-Stand. Wie ihr ja wisst, ist die Begeisterung direkt nach einem Auftritt noch frisch und somit am […]

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