Der Captain empfiehlt: Wie man in 8 Wochen die Musikindustrie hackt.

recordJet mit Room77 in den Charts„Erfolg im Musikbusiness ist mit harter Arbeit verbunden“. Jeder, der das sagt – hat Recht! Noch immer sind sich viele Musiker und Bands nicht darüber im Klaren, dass musikalischer Erfolg nicht einfach passiert, sondern viel Einsatz und Herzblut erfordert. Oder anders ausgedrückt: Jede Band und jeder Musiker hat den eigenen Erfolg selbst in der Hand – auch und gerade ohne Plattenlabel.

 

Unser aktuelles Lieblings-Paradebeispiel: Der britische Musiker Alex Day.

 

Alex Day war ein unbekannter Künstler, dessen Song „Forever Yours“ an Weihnachten 2012 Nummer 4 der UK-Charts war und weltweit 100.000 mal verkauft wurde. Alex‘ Song konnte sogar Coldplay auf Platz 5 verbannen – Chapeau! All dies hat Alex ohne Plattenlabel, ohne Agent, ohne Manager und ohne Produzent erreicht. Das Ganze war jedoch kein Zufall – der Musiker hat sich richtig ins Zeug gelegt dafür.

 

Wie er zu diesem Erfolg gekommen ist, berichtet er in seinem Artikel „Becoming A Pop Star With Zero Experience – How To Hack The Music Industry In Under 8 Weeks (hackthesystem.com)“. Wir haben hier für euch die wichtigsten Tipps aus Alex‘ Artikel zusammengefasst.

 

1. Setzt euch ein glasklares Ziel

„I decided I was going to try for the UK’s Christmas Number One. Anyone who’s seen the film, Love Actually will know that the Christmas Number One is a pretty big deal in the UK. A lot of artists were releasing songs that week but the Christmas top spot is a very prestigious title (…). Thanks to my unrealistic goal of “reach number one”, I reached number four, and I completely believe that if my goal had been “get into the Top 100,” I probably would have made it somewhere in the Top 100 but nowhere near as high as I did.“

 

Ein klares Ziel (egal wie hoch es  angesetzt ist) hilft euch, einen Fokuspunkt zu finden. Wenn euer Ziel so klar ist, dass ihr es in einem Satz ausdrücken könnt, könnt ihr es als Filter benutzen – für alle Möglichkeiten, die euch vor die Füße fallen.

 

2. YouTube, YouTube, YouTube!

 „I’d definitely recommend making YouTube videos if you want to move forward, no matter what your goals are. But the most important thing is to do it because you enjoy it, not just because I’ve suggested it. The Internet, as we all know, is big on transparency. If you don’t like talking to the camera, make regular songs (or stand-up, or short films, whatever your gig is). But remember, people want to get to know the real you–a lot of the videos I make aren’t actually about music.“

 

Ein regelmäßig bespielter Youtube-Channel hilft euch dabei, euren Fans das Gefühl zu geben, dass ihr nahe bei ihnen seid. Fans sind viel eher bereit, euch (finanziell und persönlich) zu supporten, wenn sie erkennen, dass ihr auf dem Boden gebliebene, nette Typen seid die sich gerne und regelmäßig was neues einfallen lassen – ob das ein Musikvideo ist, ein Interview, ein kleines Behind-The-Scenes oder ein Song-Cover. Gleichzeitig kann euch der „Ähnliche Videos“-Algorithmus zu weiteren Fans eurer Musik und Abonnenten eures Channels verhelfen – wenn euer Content gut und originell ist. Außerdem habt ihr über YouTube den direkten kommunikativen Draht zu euren Fans – ohne auf die Gunst der klassischen Presse (Zeitungen oder TV) angewiesen zu sein. Alex Days Channel ist aktuell fast 700.000 Subscriber stark.

 

3. Findet „Fehler in der Matrix“

 „What I’ve learned about labels in the last year is this: they have no imagination. They’ll do the same things everyone else does, right down to the sound of the music they release and how that music is promoted. Because the music they’re putting out is just processed the same way as everything else, nobody’s thinking about how they can exploit the rules. They’re already on top, so they don’t need to climb any higher. I was working from the ground up and needed every edge I could get.“

 

Alex Day hatte kein Label hinter sich, das Erfahrung im Musikbiz hatte – und musste sich daher alles selbst beibringen. Vorteil: Er hatte keine „betriebsblinden“ Manager um sich. Ein Blick in den Regelkatalog der UK Charts enthüllte Alex ein interessantes „Loch im System“ aka einen „Fehler in der Matrix“, den er clever für sich nutzen konnte: Verkäufe von Remixes und Versionen eines Tracks werden in UK wie ein Verkauf des Originaltracks behandelt. Kauft ein Fan den Original-Track und einen Remix, wird dies so behandelt, als wäre der Originaltrack zweimal verkauft worden – all das beeinflusst die Chartszählung. Alex‘ geniale Idee: Am Releasetag seines Tracks gab es nicht nur die Originalversion, sondern gleich noch 11 verschiedene Remixe in den Stores zum Download. Natürlich konnten die Fans in alle Versionen vorher auf YouTube reinhören. Das „Ende vom Lied“: Alex Days Verkaufszahlen haben sich verdoppelt!

„If you’re in the UK, this trick still works and there still hasn’t been a major label to try it. If you live somewhere else, take a minute to read the chart rules in your country: there will be some loophole you can find, and when you do, you’ll marvel at how you found it first.“

 

Zusammengefasst lautet Alex Days Erfolgsrezept: Setzt euch Ziele, nutzt YouTube lieber mehr als weniger, und lernt das System kennen um es zu hacken. Die Crew zieht den Hut – und präsentiert euch zum Abschluss das Video „Good Morning Sunshine“ von Alex Day.

Übrigens: Bei recordJet könnt ihr eure Releases für die Charts von UK und Irland anmelden. Hier gehts zum Service.

 

Eine Antwort zu “Der Captain empfiehlt: Wie man in 8 Wochen die Musikindustrie hackt.”

  1. […] Und zu guter Letzt haben wir für euch noch eine kleine Inspiration fürs Wochenende. Dem britischen Musiker Alex Day ist es im vergangenen Jahr gelungen, innerhalb von zwei Monaten aus dem Nichts in die Top 5 der UK-Charts zu kommen – und das ohne Label, Manager oder Produzent. Wie er das geschafft hat, lest ihr hier! […]

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