Der Captain empfiehlt: 7 Schritte zum perfekten Press-Kit für Bands und Musiker

Die meisten Passagiere bei recordJet sind Bands und Musiker, die sich selbst vermarkten und alles eigenständig in die Hand nehmen. Auch um die Band-Promo kümmern sich die meisten von euch sehr erfolgreich selbst (deshalb sammeln wir für euch die besten DIY-Promo Tipps im recordJet Blog).

 

Eine Facebook-Page oder ein Twitter-Account sind zwar essentiell für die Promo von Musikern, aber um die eigene Band oder sich selbst als Künstler professionell wie eine Marke zu präsentieren, sollte jeder Künstler noch einen Schritt weitergehen: Ein professionelles Press-Kit hilft euch dabei, Musikblogs und Redaktionen von Musikzeitschriften auf euch aufmerksam zu machen und alle wichtigen Informationen gesammelt an die Hand zu geben. Im Prinzip ist eine solche Sammlung für alle Interessierten – egal ob Interviewpartner oder Vertrieb – äußerst praktisch, da alle Informationen ohne große Suche auffindbar sind. Das Schöne: Dazu müsst ihr nicht viel Geld ausgeben, sondern könnt alles ganz einfach selbst machen. Auf MusikThinkTank wird beschrieben wie es geht – wir haben für euch die Essentials zusammengefasst:

 

Im goldenen Internetzeitalter wird unterschieden zwischen physischen Press-Kits (PPK) und elektronischen Press-Kits (EPK). Elektronische Press-Kits sind einfach zu handhaben und jederzeit leicht upzudaten. Sie enthalten alle Infos in Dateiform und sollten übersichtlich benannt und gezippt sein. Sollte die Größe eures EPKs trotz Komprimierung sehr groß sein, dann solltet ihr sie bei einem File Transfer Service (z.B. Dropbox) hochladen und dem Empfänger einen Downloadlink schicken. EPKs lassen sich auch optimal im Download-/Pressebereich eurer Webseite unterbringen.

 

Ein physisches Press-Kit (PPK) ist teurer als ein EPK und macht mehr Arbeit, da Bilder und Texte in hochwertiger Qualität gedruckt werden müssen. Außerdem sollte eine physische Demo-CD beiliegen, und zu guter Letzt – damit das Ganze keinem Redakteur schwer im Magen, und schlussendlich im Mülleimer liegt – sollte es optisch ansprechend gestaltet und verpackt sein: Drei Blätter, Büroklammer, eine CD und ein brauner Briefumschlag bleiben niemandem lange im Gedächtnis. Zu allem Übel muss ein PPK dann auch noch per Post versendet werden – Portokosten!

 

Der Vorteil gegenüber einem EPK ist jedoch, dass ein PPK einen hochwertigeren Eindruck macht, als ein EPK (das gerne oder auch aus Versehen mal direkt vom Posteingang in den Papierkorb verschoben wird, unter dutzenden anderen Emails untergeht oder im Spamordner landet). Außerdem haben auch Musikredakteure „gern was in der Hand“.  Ähem!

 

Gerade die Redaktionen bekannter Musikmagazine sind sehr verwöhnt was das Material angeht, das ihnen tagtäglich dutzend- bis hundertfach um die Ohren fliegt. Der bleibendere Eindruck, den ein PPK gegenüber einem EPK hinterlässt, könnte im Zweifel den entscheidenden Ausschlag geben, ob jemand sich mit eurer Musik näher befasst – oder nicht.

 

 

 7 Schritte zum professionellen Press-Kit – EPK oder PPK:

 

1. Bandbiographie– und zwar nicht nur auf Deutsch. Auch eine ordentlich ins Englische übersetzte Bio ist inzwischen Pflicht. Kleine Nerds unter euch dürfen natürlich auch Drittsprachen ihrer Wahl anbieten, vor allem Französisch ist beliebt. Wenn ihr wisst, dass ihr in einem bestimmten Land einen besonders großen Kreis an treuen Fans habt, dann ist es eine gute Idee, definitiv auch dieses Land mit Presseinfo mit der jeweiligen Landessprache zu versorgen. Bitte verzichtet in solchen Fällen auf den Google Translator und versucht, einen Muttersprachler die Übersetzung anfertigen zu lassen. Eure Bio sollte weder zu kurz, noch zu lang sein. Ein sehr schönes Beispiel einer Band-Bio findet ihr im Presse-Bereich der recordJet-Passagiere Pentatones.

 

2. Demo-CD:In professioneller Aufnahmequalität natürlich. Für das EPK genügen Links zum Download oder Stream der Demosongs von einem Server (z.B. Dropbox oder Soundcloud). Vermeidet es unbedingt, Musikdateien an Emails anzuhängen, da übergroße Dateien den Empfänger frustrieren und zudem sein Postfach blockieren können. Das macht sicher keinen guten Eindruck.

 

3. Mehrere hochauflösende Fotos der Band– geschossen am besten von jemandem, der sich zumindest rudimentär damit auskennt. Für das physische Press-Kit in hoher Qualität ausgedruckt und digital auf CD – für das EPK nur digital. Benennt alle Dateien eindeutig – bitte niemals ein Foto als DSCF7216.jpg verschicken! Auch das Cover eurer aktuellen Releases sollte in digitaler Form und hoher Auflösung nicht fehlen.

 

4. Vollständige Diskografie mit allen Releases– natürlich obsolet, solange ihr erst einen Release habt.

 

5. Liste mit kommenden Tourdaten– immer frisch updaten, wenn ihr ein PK rausschickt: Datum, Stadt, Spielort.

 

6. Presserezensionen und Interviews:Wunderbar, wenn ihr Entsprechendes vorweisen könnt. Sortiert aus und platziert im PK eine Handvoll der prestigeträchtigsten. Sprich: Eine Rezension in der VISIONS sticht eine Rezension im Hintertupfinger Tagblatt. Eine Rezension im Hintertupfinger Tagblatt sticht eine Rezension in der Schülerzeitung eurer kleinen Schwester.

 

7. Info zu eurem Pressekontakt– unabdingbar: Anschrift einer Kontaktperson aus der Band, Emailadresse, Bandwebseite, Telefonnummer, Facebook-Page der Band, Twitter-Account der Band, Links zu Soundcloud, Youtube-Kanal, etc.

 

8. Zu guter Letzt noch die Tipps von Mutti:Achtet auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik, eine ansprechende Formulierung und im Falle eines PPK auf eine schicke Verpackung des Ganzen.

Natürlich sollte das EPK auch auf eurer Homepage eingebettet sein. Habt ihr schon? Dann lasst sehen! Verlinkt eure Kits einfach unten im Kommentarbereich :-).

Eine Antwort zu “Der Captain empfiehlt: 7 Schritte zum perfekten Press-Kit für Bands und Musiker”

  1. […] Band-Bio und Pressebereich Wie schon in unserem Artikel “7 Schritte zum perfekten Press-Kit für Bands und Musiker” besprochen ist eine vollständige Band-Bio ein Ober-Muss für jede Band-Homepage. Diese ist […]

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