Der Captain empfiehlt: Looking for freedom? Email-Marketing macht euch unabhängig!

 Eine Mailingliste eurer Fans, unabhängig von Facebook und anderen Plattformen, kann euch große Dienste erweisen, wenn ihr sie sinnvoll nutzt – und wisst, wie man eine aufbaut. Unsere Tipps zum Email-Marketing für Bands und Musiker.

 

 

Stellt euch mal kurz folgendes Szenario vor: Ihr habt in mühevoller Kleinarbeit für eure Facebook-Bandpage geworben. Inzwischen habt ihr mehrere hundert oder gar tausend Fans dort gesammelt, die euch „liken“. Aber nach und nach wandern alle, die ihr kennt, von Facebook ab und wenden sich anderen sozialen Netzwerken zu. Und somit alle eure Fans auch. Eure hart erarbeitete Reichweite und der digitale Kontakt zu euren Fans – hinüber.

 

Haltet ihr für unwahrscheinlich? Well well, den (Ver)Fall von Myspace hatten viele auch nicht kommen sehen. Myspace? Achja, da war ja mal was: Viele Musiker hatten sich auf Myspace eine riesige Fangemeinde zusammengesammelt. Easy, denn Myspace war lange Zeit DIE Plattform für Bands und Musiker. Bis sie es eben nicht mehr war.

 

Inzwischen ist Facebook the social network to be – aber dass der gute Mark Zuckerberg und seine Kollegen eher ein Herz für zahlungskräftige Großkonzerne und internationale Marken haben, als für kleinere Bands und Musiker, hat sich leider in den letzten Wochen durch die Anpassung des Edgerank herausgestellt. Der Edgerank ist der Algorithmus, mit dem Facebook bestimmt, wieviele von euren Fans eure Seitenbeiträge zu sehen bekommen. Denn das sind beileibe nicht alle. Die verschlechterte Sichtbarkeit der Seitenbeiträge im Newsfeed kann man aber ganz easy durch bezahlte, hervorgehobene Beiträge wieder wettmachen – wir haben uns das mal angeschaut:

 

 

Neenee, lieber Mark. Gleich zwei Gründe, mal besser nicht alles auf das Pferd Facebook zu setzen. Umso wichtiger finden wir es, sich als Musiker unabhängig von einzelnen Unternehmen zu machen, und (neben dem trotzdem nicht unwichtigen Social Media Marketing) auch direkte Fankommunikation zu betreiben – zum Beispiel per Email. Wenn euer neues Album rauskommt könnt ihr jedem Fan direkt mitteilen, was los ist – und nicht nur per Facebook durch einen Beitrag, der möglicherweise durch das Edgerank-Netz rutscht und nur von einem Bruchteil gesehen wird. Eine Emailliste eurer Fans kann euch also große Dienste erweisen, wenn ihr sie weise nutzt und (bitte!) niemanden vollspamt. Wichtig ist: Jeder Fan, der euch seine Emailadresse mitteilt, sollte dafür belohnt werden. So haben beide Seiten etwas davon.

 

Unaufdringliche Incentivierung = Emailadressen im Tausch für ein kleines Geschenk. Vier Ideen, wie es gehen kann.

  • Analog: Lasst während eures Auftritts eine Liste durchs Publikum gehen und kündigt an, dass jeder, der sich mit seiner Emailadresse einträgt, als Dankeschön von euch einen Song zugeschickt bekommt. Am besten noch am Abend nach dem Gig. Demos oder Liveaufnahmen eignen sich hier bestens. Das erfordert natürlich etwas Handarbeit von euch.
  • Digital: Wir leben im goldenen Smartphone-Zeitalter. Sagt bei eurem Gig eine Emailadresse durch, an die die Fans eine Mail schicken können. Hinter die Emailadresse habt ihr einen Autoresponder gelegt, der einen Link zu einem kostenlosen Track enthält (siehe oben) – oder einen Preorder-Link für euer neues Album. Muss nur einmal eingerichtet werden und läuft dann von alleine. Lediglich die Emailadressen, die bei euch auflaufen, solltet ihr in einem Verteiler sammeln.
  • Das gleiche könnt ihr natürlich auf eurer Band-Homepage einrichten: Jeder, der sich für euren Newsletter registriert (der natürlich in nicht zu häufigen Abständen kommt und nur richtig wichtige und gute Infos enthält), bekommt von euch eine Mail mit einem Downloadlink zurück.
  • Ein Klassiker ist immer noch die gute alte Newsletter-Liste am Merchandise-Stand. Wie ihr ja wisst, ist die Begeisterung direkt nach einem Auftritt noch frisch und somit am größten.

 

Achja: Und es versteht sich natürlich von selbst, dass ihr die so gesammelten Emailadressen eurer Fans nicht weitergebt oder weiterverkauft. No f***ing way!

 

Habt ihr noch weitere Ideen? Wie wichtig ist euch der direkte Mailkontakt zu euren Fans? Oder setzt ihr nur auf Social Media? Kommentiert einfach unten 🙂

 

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