Earnest and without you – Interview mit unseren PotM im September

earnest and without you | recordJet blogWer bist du und wenn ja wieviele?

Wir sind earnest and without you. Wir sind ein Duo.

 

Earnest and without you – wie kam es zu eurem Namen? Erzählt uns die Geschichte.

In unserer musikalischen Arbeit sind wir sehr fasziniert von dem, was nicht offensichtlich sichtbar ist, was oft verdeckt, ungesagt bleibt und trotzdem auch gezeigt, gesprochen, aufgedeckt werden kann. Wir lieben es, tiefer zu graben, hinter den Vorhang zu schauen und wollen dabei immer wieder auch aushalten, dass nicht alles gezeigt werden kann. Wir wollten, dass sich unsere Affinität zum Unsichtbaren auch in unserem Projekt-Namen zeigt, also haben wir das „ohne Dich / without you“ mit in den Namen hinein genommen. Ob „earnest“ nun ein Substantiv (der Ernst), ein Eigenname (Ernst) oder ein Attribut (ernst) ist, wollen wir bewusst verdeckt halten und der individuellen Deutungsmacht derjenigen Menschen überlassen, die sich Gedanken über unseren Namen machen.

 

Wie kam es dazu, dass ihr angefangen habt Musik zu machen?

Kennengelernt haben wir uns 2011 nach einem Konzert in Chemnitz, bei dem Daniella gespielt und dem Antonio gelauscht hat. Wir haben schon im ersten Gespräch und später im Email Kontakt starke Gemeinsamkeiten im Hinblick auf unsere musikalischen Vorstellungen festgestellt, obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt in ganz unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen unterwegs gewesen sind. Es war irgendwie logisch, dass wir schon bald nicht mehr nur über Musik sprechen, sondern sie auch machen wollten. Bis wir unser gemeinsames musikalisches Zuhause gefunden haben, hat es allerdings eine ganze Weile gedauert. Ein komplettes unveröffentlichtes Album haben wir zum Beispiel in die Tonne geworfen. Momentan fühlen wir uns in unserem Zuhause ganz gut, aber wir ziehen schon auch sehr gerne um.

 

Warum und wie seid ihr bei recordJet gelandet?

Wir haben am 15. August 2014 via Analogsoul / Kick the flame Publishing unser Debüt veröffentlicht. Recordjet ist der Digitalvertrieb für unser Label Analogsoul und deshalb auf uns aufmerksam geworden.

 

Welche Musik hört ihr privat am liebsten?

Daniella: Das wechselt bei mir ständig, denn ich lasse mich von ganz unterschiedlicher Musik auf unterschiedlichen Ebenen inspirieren. Zur Zeit höre ich am liebsten Musik von tUnE yArDs, Rabbit Rabbit Radio, Hundreds und das noch nicht veröffentlichte Album „grace“ von a forest.

Antonio: Ich bin im Moment auf der Suche nach neueren, interessanten Bands und ihrer Musik. Heute zum Beispiel habe ich eine neue Band entdeckt: Fenster. Vom ersten Moment an war ich von ihrem Sound begeistert. Ich werde mich ganz sicher noch mehr über diese Band informieren. Einstweilen lasse ich mich von Bands wie the american analog set oder von John Parish inspirieren, auch wenn beide nicht gerade aktuell sind. Ich liebe einfach ihren analogen Sound und ich mag bis zu einem gewissen Grade den Charme, den ein bisschen Rauschen versprüht. Ich mag es nicht so sehr, wenn Musik zu digital und zu clean klingt.

 

Woher zieht ihr eure Inspiration?

Aus Gesprächen und Begegnungen mit anderen Menschen, aus stundenlangen Wanderungen durch Berlin, aus Büchern und Konflikten, aus der Stille und aus Träumen.

 

Wer sind eure Helden und warum?

Daniella: ich habe keinen Bezug zum Held_innentum. Es gibt aber immer wieder inspirierende Menschen in meinem Leben. So finde ich es zum Beispiel mutig und kraftvoll, wenn ein Mensch mit Mitte 40 zu mir in den Unterricht kommt und sich ihren Traum erfüllen möchte, Geige zu lernen.

Antonio: Ich habe auch keinen Bezug zum Held_innentum, ich versuche mich ständig von verschiedenen Situationen in meinem Alltag inspirieren zu lassen. Manchmal sind es zwischenmenschliche Begegnungen sowie eine schöne Landschaft oder auch nach einer langen musikalischen Arbeits-Session eine gewisse Hardware oder ein Plugin Kompressor (smile).

 

Welche Platte habt ihr zuerst und welche zuletzt gekauft?

Gemeinsam zuerst gekauft: Kat Frankie: Please don’t give me what I want.
 Gemeinsam zuletzt gekauft: Hundreds: Aftermath.

 

Ihr habt den echten recordJet für einen Tag zur Verfügung. Wo würdet ihr hinfliegen und warum?

An die Westküste der USA. Setzt uns einfach dort ab, den Rest machen wir. Denn es ist unser Traum, in Städten wie Seattle, Portland, Olympia und San Francisco zu spielen. Musikalisch fühlen wir uns auch dort ein Stück weit zu Hause. Und da wir den recordjet nur einen Tag lang haben, wird es wohl ein one-way-flight.

 

Daniella und Antonio, vielen Dank für das Interview 🙂

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