Chris Medleigh: Interview mit unserem Passenger of the Month August

Wer bist du und wenn ja wieviele?
Chris Medleigh: Chris Medleigh, 1 Person, aufgewachsen in Leipzig. Geprägt durch die Hip Hop Bewegung der Neunziger.

 

Chris Medleigh – das ist nicht dein richtiger Name, oder? Erzähl uns die Geschichte.
Der Name entstand durch ein Straßenmusik-Projekt in Edmonton, Kanada. Die Konstellation bestand aus mir selbst und einem Kanadier, welcher mein Arbeitskollege wie auch Mitbewohner war und aus der Metal-Szene stammte. Durch unsere gemeinsame Zeit führte ich ihn an Funk und HipHop Musik heran und konnte ihn unbeabsichtigt dafür begeistern. Er begann Beats zu programmieren, wir schrieben gemeinsam Gitarren-Riffs und jammten jeden Tag in unserer WG. Eines Tages entschieden wir uns dafür unser entstandenes Repertoire auf die Straße zu tragen. Unsere Werkzeuge waren eine Loopstation, ein Mikro, zwei Gitarren und Beatbox Skills. Den Stromanschluss für die Amps bekamen wir aus einem Plattenladen, dessen Besitzer sehr angetan war als wir ihm unsere Straßenmusik-Idee schilderten. Der Name des Projekts lautete „Fresh Medley“, zusammengesetzt aus „B-Fresh“ und meiner Wenigkeit „Chris Medleigh“. Es war passend und beschrieb unsere Situation gerade zu perfekt. Wir begaben uns regelmäßig vor den Plattenladen und wurden dadurch als Kombo auf das sogenannte „Fringe“ Straßenfestival eingeladen, welches einmal im Jahr in Edmonton statt fand und auch der Höhepunkt dieser Zeit war. Als mein mehrjähriger Aufenthalt in Kanada endete, kam ich mit dem neuen Namen zurück nach Deutschland und startete mein Solo-Projekt „Chris Medleigh“. Der Name ist zu einem Teil von meinem bürgerlichen Namen abgeleitet (Christoph Mengel), als Ergänzung wählte ich das Wort „Medleigh“, welches die Mischung aus musikalischen Einflüssen beschreibt, die mich sehr stark prägen. Einerseits ist „Chris Medleigh“ mein Künstlername, andererseits beschreibt er das was ich tue – Chris‘ Medleigh – Chris‘ Mischung aus Einflüssen, präsentiert in musikalischer Form.

 

Wie kam es dazu, dass Du angefangen hast Musik zu machen?
Im Alter von 10 Jahren erlernte ich das klassische Gitarrenspiel. Meine Eltern fragten mich damals ob ich Interesse hätte ein Instrument zu spielen. Ohne lange zu überlegen sagte ich: „Ja, Gitarre!“ Zu hause lief immer viel Musik von Kool and the Gang, Earth, Wind & Fire, Genesis, Led Zeppelin etc. Das war auslösend. Bis ich 16 Jahre alt war besuchte ich eine Musikschule. In diesen Jahren entwickelte sich aber auch meine Begeisterung für die HipHop Kultur, was letztlich dazu führte, dass ich anfing Beats zu bauen und Rap Texte zu schreiben und nicht mehr so gerne zum Musikunterricht ging. Draußen gab es mehr zu entdecken und was mich faszinierte, war die unkonventionelle Art Musik zu machen.

 

Warum und wie bist Du bei RecordJet gelandet?
Auf beste Empfehlung der Labels Resistant Mindz und Analogsoul.

 

Welche Musik hörst Du privat am liebsten?
An dieser Stelle fällt es mir schwer ein bestimmtes Genre oder einen Künstler zu nennen. Jedoch ist es Musik mit dem für mich notwendigen Tiefgang. Diese kann auch ziemlich ruhig und melancholisch  sein. Hauptsache sie gibt mir etwas mit auf den Weg.

 

Woher ziehst Du deine Inspiration?
Aus allem was natürlich ist. Berge, Wälder, Seen, Flüsse. Gute Gespräche mit Menschen die mich inspirieren. Freunde. Aufrichtigkeit, Originalität und Trauer.

 

Wer sind Deine Helden und warum?
Im generellen, engste Freunde und Familie. Warum? In meiner Welt kommen die Helden zum Zug wenn’s einem richtig Scheiße geht.

 

Welche Platte hast du dir zuerst und welche zuletzt gekauft?
Die erste war eine Maxi vom Wu-Tang Clan mit den Songs „Wu-Tang Clan ain’t nothing to fuck wit“ und „Can it be all so simple“. Die letzte war Hiatus Kaiyote – Tawk Tomahawk.

 

Ihr habt den echten recordJet für einen Tag zur Verfügung. Wo würdest Du hinfliegen und warum?
Clayoquot Sound auf Vancouver Island! Dieser Ort (Küstengebiet) ist magisch und mystisch wie kein anderer an dem ich je war. Für mich ist es das Paradies auf Erden. Von den Eindrücken und Erlebnissen werde ich mein Leben lang noch zehren.

 

Letzte Worte? Was möchtest Du unbedingt noch sagen, was Du bisher nicht loswerden konntest?
Besten Dank und Hut ab vor dem recordJet Team. Ihr habt etwas großartiges geschaffen und spielt eine sehr wichtige Rolle in der Musikwelt! Rock on!

 

Chris, Vielen Dank für das Interview 🙂

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