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file000999958631 300x225 Expertentipp: Social Media für Musiker in 30 Minuten pro Tag Der Fahrplan für Bands und Musiker: Pimpt eure sozialen Netzwerke in 30 Minuten täglich.

Nicht alle von uns sind Digital Natives – also im Zeitalter von Internet und Mobiltelefonen aufgewachsen. Für diejenigen, die digitale Medien erst im Erwachsenenalter kennenlernen durften, ist der Hype um Social Media oft nur wenig nachvollziehbar – dabei liegen in diesen Medien ungeheure Potenziale, gerade für Musiker und Bands. Um Licht in das Social Media-Dickicht zu bringen, hat Brian Thompson einen Artikel auf hypebot veröffentlicht, in dem er eine 30-Minuten-Routine für Social Media vorstellt, die alle 3 Tage wiederholt wird. Hier für euch unsere Zusammenfassung dieser echt guten Tipps:

Social Media in 30 Minuten täglich

Tag 1:

- 10 Minuten, um die Twitter-Suche zu nutzen und Bands zu suchen, die vom Stil und vom Genre her euch ähneln. Deren Fans könnt ihr dann followen – so werden sie auf euch aufmerksam.

- 10 Minuten, um Facebook- und Twitter-Beiträge für die nächsten 3 Tage zu planen und vorszuchreiben. Mit Tools wie Hootsuite können diese Beiträge dann automatisch gepostet werden, ohne dass ihr dafür extra auf die Plattformen müsst. Beachtet, dass ihr bei Facebook nicht mehr als 2 Beiträge pro Tag verfassen solltet, und diese einige Stunden auseinander liegen sollte. Alles andere wirkt schnell “spammig”. Bei Twitter könnt ihr ruhig öfter posten, wenn euch danach ist.

- 5 Minuten, um bei Twitter auf jeden Beitrag über euch zu reagieren, und jeden neuen Follower persönlich zu begrüßen.

- 5 Minuten, um bei Twitter eine Unterhaltung mit jemanden zu starten, den ihr bisher nicht kennt.

 

Tag 2:

- 10 Minuten, um bei Twitter nach Profis in der Musikindustrie zu suchen und zu followen, die euch behilflich sein können. Dies können Blogger sein, Musikjournalisten, Labels, Manager, etc.).

- 10 Minuten, um auf alle Tweets und Kommentare zu antworten, die reingekommen sind, und jeden neuen Follower persönlich zu begrüßen.

- 5 Minuten, um eine neue Unterhaltung bei Twitter zu starten

(und 5 Minuten gespart)

 

Tag 3:

- 30 Minuten: Heute erschafft ihr Content für euer Blog. Das kann ein kurzer Artikel sein, eine Slideshow mit Bildern von einer Tour, Backstage oder aus dem Studio, oder ihr berichtet über einen Aspekt aus eurem Privatleben oder ein Erlebnis, das ihr hattet. Hauptsache, es unterhält eure Fans – auch wenn es bisher nur wenige sind.

 

Tag 4: Alles beginnt wieder von vorn bei Tag 1

 

Zusätzlicher Booster für euren Erfolg: Die “was kleines, was großes”-Regel

Was kleines: Macht es euch zur Gewohnheit, jede Woche etwas kleines zu teilen. Ein Foto, einen Tweet, ein Video, eure Träume… . Unterhaltungswert und Kontinuität zählen.

Was großes: Macht es euch ebenso zur Gewohnheit, jeden Monat etwas großes zu bringen, wie beispielsweise einen EP-Release, druckt T-Shirts für den Merchandise, ruft einen Contest in eurem Blog oder auf eurer Facebook-Seite auf, oder kündigt die nächste Tour an.

Es lohnt sich, etwas Zeit in Social Media zu investieren, auch wenn ihr denkt, dass eure Fans ganz woanders sitzen. Ihr werdet sehen, dass es sich auszahlt, denn Facebook & Co sind  wichtige Instrumente für die handgemachte Promo.

Macht Werbung für euch und postet und die Links zu euren Facebook-Pages in die Kommentare – wir sind gespannt!

 

kac newsletter3 Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig! Eine Mailingliste eurer Fans, unabhängig von Facebook und anderen Plattformen, kann euch große Dienste erweisen, wenn ihr sie sinnvoll nutzt – und wisst, wie man eine aufbaut. Unsere Tipps zum Email-Marketing für Bands und Musiker.

 

 

Stellt euch mal kurz folgendes Szenario vor: Ihr habt in mühevoller Kleinarbeit für eure Facebook-Bandpage geworben. Inzwischen habt ihr mehrere hundert oder gar tausend Fans dort gesammelt, die euch „liken“. Aber nach und nach wandern alle, die ihr kennt, von Facebook ab und wenden sich anderen sozialen Netzwerken zu. Und somit alle eure Fans auch. Eure hart erarbeitete Reichweite und der digitale Kontakt zu euren Fans – hinüber.

Haltet ihr für unwahrscheinlich? Well well, den (Ver)Fall von Myspace hatten viele auch nicht kommen sehen. Myspace? Achja, da war ja mal was: Viele Musiker hatten sich auf Myspace eine riesige Fangemeinde zusammengesammelt. Easy, denn Myspace war lange Zeit DIE Plattform für Bands und Musiker. Bis sie es eben nicht mehr war.

Inzwischen ist Facebook the social network to be – aber dass der gute Mark Zuckerberg und seine Kollegen eher ein Herz für zahlungskräftige Großkonzerne und internationale Marken haben, als für kleinere Bands und Musiker, hat sich leider in den letzten Wochen durch die Anpassung des Edgerank herausgestellt. Der Edgerank ist der Algorithmus, mit dem Facebook bestimmt, wieviele von euren Fans eure Seitenbeiträge zu sehen bekommen. Denn das sind beileibe nicht alle. Die verschlechterte Sichtbarkeit der Seitenbeiträge im Newsfeed kann man aber ganz easy durch bezahlte, hervorgehobene Beiträge wieder wettmachen – wir haben uns das mal angeschaut:

 

FBpaidposts Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig!

 

Neenee, lieber Mark. Gleich zwei Gründe, mal besser nicht alles auf das Pferd Facebook zu setzen. Umso wichtiger finden wir es, sich als Musiker unabhängig von einzelnen Unternehmen zu machen, und (neben dem trotzdem nicht unwichtigen Social Media Marketing) auch direkte Fankommunikation zu betreiben – zum Beispiel per Email. Wenn euer neues Album rauskommt könnt ihr jedem Fan direkt mitteilen, was los ist – und nicht nur per Facebook durch einen Beitrag, der möglicherweise durch das Edgerank-Netz rutscht und nur von einem Bruchteil gesehen wird. Eine Emailliste eurer Fans kann euch also große Dienste erweisen, wenn ihr sie weise nutzt und (bitte!) niemanden vollspamt. Wichtig ist: Jeder Fan, der euch seine Emailadresse mitteilt, sollte dafür belohnt werden. So haben beide Seiten etwas davon.

 

Unaufdringliche Incentivierung = Emailadressen im Tausch für ein kleines Geschenk. Vier Ideen, wie es gehen kann.

  • Analog: Lasst während eures Auftritts eine Liste durchs Publikum gehen und kündigt an, dass jeder, der sich mit seiner Emailadresse einträgt, als Dankeschön von euch einen Song zugeschickt bekommt. Am besten noch am Abend nach dem Gig. Demos oder Liveaufnahmen eignen sich hier bestens. Das erfordert natürlich etwas Handarbeit von euch.
  • Digital: Wir leben im goldenen Smartphone-Zeitalter. Sagt bei eurem Gig eine Emailadresse durch, an die die Fans eine Mail schicken können. Hinter die Emailadresse habt ihr einen Autoresponder gelegt, der einen Link zu einem kostenlosen Track enthält (siehe oben) – oder einen Preorder-Link für euer neues Album. Muss nur einmal eingerichtet werden und läuft dann von alleine. Lediglich die Emailadressen, die bei euch auflaufen, solltet ihr in einem Verteiler sammeln.
  • Das gleiche könnt ihr natürlich auf eurer Band-Homepage einrichten: Jeder, der sich für euren Newsletter registriert (der natürlich in nicht zu häufigen Abständen kommt und nur richtig wichtige und gute Infos enthält), bekommt von euch eine Mail mit einem Downloadlink zurück.
  • Ein Klassiker ist immer noch die gute alte Newsletter-Liste am Merchandise-Stand. Wie ihr ja wisst, ist die Begeisterung direkt nach einem Auftritt noch frisch und somit am größten.

Achja: Und es versteht sich natürlich von selbst, dass ihr die so gesammelten Emailadressen eurer Fans nicht weitergebt oder weiterverkauft. No f***ing way!

Habt ihr noch weitere Ideen? Wie wichtig ist euch der direkte Mailkontakt zu euren Fans? Oder setzt ihr nur auf Social Media? Kommentiert einfach unten icon smile Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig!

beutel1 413x620 Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!)Merchandise für Bands und Musiker kann eine unglaublich wichtige Einnahmequelle sein – wie zum Beispiel für die recordJet Co-Piloten Klinke auf Cinch. Gleichzeitig sind sich aber auch viele Musiker dessen gar nicht bewusst und unterschätzen die Bedeutung, die Merchandise für die Tourkasse haben kann. Natürlich lohnt sich Merch am meisten, wenn ihr wirklich bühnenreif seid und tourt. Aber dann umso mehr: Jedes T-Shirt, jeder Button und jeder Hipster-Beutel mit eurem Bandmotiv ist Werbung für euch, wenn sie auf der Straße ausgeführt werden.

Ale Delgado hat für Digital Cowboys einen sehr lesenswerten Artikel über die Kunst des Merchandisings verfasst. Die Infos kommen von dem Panel-Vortrag „Modern Merch: Beyond the T-Shirt“ des CMJ Music Marathon, der im Oktober in New York City stattfand. Wir finden diese Tipps so gut, dass wir sie für euch als kleinen Expertentipp zusammengefasst haben:

1. Seid eine Marke

Als Musiker seid natürlich in erster Linie Künstler. Aber wenn ihr mit eurer Musik Geld verdienen wollt, ist es hilfreich, etwas unternehmerischer zu denken und euch zu einer Marke zu machen. Dazu gehört zuallererst eine einheitliche Ästhetik, eine einheitliche Farbgestaltung die sich von eurem Bandlogo bis zu eurem Merch wie ein roter Faden durchzieht. Mit einem einheitlichen Design könnt ihr dann auch ganz spezielle Merchandise entwickeln, die euch von anderen Bands abhebt. Als Beispiel nennt Ale Delgado die Glitzer-LP von Alexandra Starlight: Jedes Stück ist in limitierter Auflage handgeglitzert und so wurde ihr die LP von den Fans regelrecht aus der Hand gerissen. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Besprecht Sonderanfertigungen oder abweichende Techniken einfach mit dem T-Shirt-Drucker eures Vertrauens oder eurem Presswerk – die freuen sich sicher auch mal über was Neues.

2. Findet heraus, was eure Fans wollen (und sich leisten können)

Stelle sicher, dass Du für jeden Geldbeutel etwas am Merch-Stand aufweisen kannst. Das kann von Gratis-Downloadcodes oder Schlüsselbänder für wenige Euro, bis hin zu speziellen Bundles gehen (Shirt + CD + Button, etc.), die dann natürlich auch etwas teurer sein dürfen. Stelle sicher, dass sich theoretisch jeder deiner Zuschauer etwas vom Merch-Stand leisten könnte – und wenn es nur etwas Kleines ist. Jeder, der schon mal auf einem Konzert war, kennt das: Direkt nach der Show sind die Eindrücke noch frisch und die Begeisterung groß, vorausgesetzt, ihr habt gut abgeliefert – dies senkt die Hemmschwelle für Fans, sich noch eine kleine (oder große) Erinnerung mitzunehmen.

3. Showspezifisches Merchandise

Euer Merch wird zu etwas ganz besonderem, wenn ihr für jede Stadt, in der ihr spielt (oder zumindest für die größeren) spezielle Merch-Artikel entwerft. Laut Ale Delgado bieten sich hier vor allem städtespezifische Poster an. recordJet-Tipp: Eine günstigere Alternative wären städtespezifische Buttons, die ihr auch zuhause mit einer Button-Stanzmaschine (Erinnerung aus Schulzeiten: In vielen Gegenden verleihen die örtlichen Sparkassen oder Vereine sowas mal gerne!) schnell und günstig herstellen könnt.

Ale Delgado empfiehlt zudem, vor jeder Show auf Facebook und/oder Twitter anzukündigen, welche schönen Dinge es am Merchandise-Stand zu erwerben gibt, damit sich der ein- oder andere eventuell etwas mehr Geld einsteckt. Es gibt keinen traurigeren Anblick, als ein frischgebackener oder alteingesessener Fan, der nach dem Konzert mit traurigen Augen vor eurem Tisch steht und sich das Shirt nicht leisten kann, weil er nur noch 3€ in der Tasche hat (und der nächste Geldautomat weit entfernt ist).

4. Seid nett zu euren Kunden

Am Merch-Stand sind die Fans eure Kunden und ihr die Verkäufer. Klingt unromantisch, ist aber so. Verhaltet euch daher genau so, wie ihr gerne von einer Band am Merch-Stand abgeholt werden wollt: Platziert eure Artikel gut sichtbar, am besten mit kleinen Preisschildchen ausgestattet. Seid nett, lächelt die Interessenten an, beantwortet Fragen geduldig, drängt niemandem zu einem Kauf, und habt unbedingt Wechselgeld parat. Klingt selbstverständlich? Ist es auch icon smile Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!) .

 5. Nach der Show ist vor der Show

Schafft für eure Fans eine Erinnerung an die Show – vor allem, wenn sie besonders gut war oder zu einem besonderen Anlass stattgefunden hat (Release, Bandjubiläum, etc.). Dies können Fotos sein, die ihr nach der Show auf Facebook einstellt und auf denen die Fans sich taggen können. Auch Live-Aufnahmen von genau dieser Show sind ein beliebtes Gimmick, um sich noch mehr in die Herzen der Anhänger zu spielen. Auch hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Haben wir hier wichtige Punkte vergessen? Welches Merch-Stück von eurer Lieblingsband ist euch so lieb, dass ihr es sogar mit ins Bett nehmt? Kommentiert einfach unten icon smile Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!) .

recordJet Charts 620x620 Room77: Mit recordJet in die ChartsHeute mal ohne langes Vorgeplänkel: Die recordJet-Passagiere Room77 sind in die Charts eingestiegen! Mit dem Song „Finale dahoam“, welcher als Titellied für das Champions-League-Finale zwischen dem 1. FC Bayern München und dem FC Chealsea aufgenommen wurde, ist die Band auf Platz 93 der deutschen Singlecharts eingestiegen.

Room77, das war doch…? Richtig, die Band um den Ex-Bayern-Spieler Andreas Görlitz. Und so kann es kommen: Die Bayern haben verloren, aber Andreas und seine Band haben mit ihrem Titel einen beachtlichen Erfolg hingelegt und finden sich in bester Gesellschaft wieder – im Sandwich zwischen Adele und Udo Lindenberg.

Die recordJet Crew gratuliert ihren Passagieren Room77 von ganzem Herzen und lässt schonmal einen Korken knallen.

Fazit: Diese schöne Erfolgsgeschichte verdeutlicht zweierlei

1. Auch ohne Plattenvertrag kann man durch Selbstvermarktung Erfolge erzielen

2. Dadurch, dass recordJet 100% der Verkaufserlöse an die Musiker ausschüttet, profitieren diese bei guter Selbstvermarktung sogar doppelt

Übrigens: Ab dem 1.6.2012 werden die Daten digitaler Releases, zu denen kein physikalisches Gegenstück vorliegt, automatisch an die Media-Control zur Berücksichtigung in den deutschen Charts gemeldet. Dieses Vorgehen löst den bisher kostenlos buchbaren Service von recordJet ab.

 

Nun hat es auch die Facebook-Seiten getroffen: Seit Anfang April ist die Timeline Pflicht. Wer seine Bandseite bis dahin nicht schon umgestellt hatte, den hat spätestens jetzt die „Zwangsumstellung“ durch Facebook erwischt. Trotz aller Kritik – das neue Timeline-Design kann was, vor allem in Bezug auf Band- und Musiker-Marketing. Simon Tam, Buchautor und Musikmarketing-Experte, hat auf Musicthinktank in einem sehr lesenswerten Blogartikel beschrieben, wie ihr die neue Funktion der Meilensteine zu eurem Vorteil nutzen könnt, um das Beste für euch aus Facebook rauszuholen. Hier haben wir das Wichtigste für euch auf Deutsch zusammengefasst:

Meilensteine sind eine neue Funktion der Timeline, die bisher nur wenige Seiten einsetzen. Meilensteine könnt ihr verwenden, um eure Fans auf einen Blick über wichtige Punkte eurer Band-Karriere zu informieren. Aber nicht nur die augenscheinlichen Höhepunkte wie Awards oder Platzierungen, ein neuer Release oder besondere Erlebnisse mit euren Fans sind einen Meilenstein wert: Simon Tam rät dazu, auch durchaus mal den ein oder anderen „negativeren“ Inhalt einzusetzen, da er die emotionale Bindung zu den Fans fördert und – wie Outtakes beim Film – eure menschliche Seite zeigt. So könnte z.B. der Motorschaden des Tourbusses genau vor einem richtig wichtigen Gig den Aufhänger dafür bilden, den Fans einen sympathischen Blick hinter die Kulissen zu bieten – im Sinne von: „Auch wir können’s mal so richtig vermasseln, aber es geht immer weiter“.

Um einen Meilenstein zu erstellen fahrt ihr mit der Maus an der gewünschten Stelle über die Timeline (die blaue Linie, die die beiden Seiten der Page voneinander trennt), bis ihr ein +-Zeichen seht.

meilenstein kreuz1 620x215 Expertentipp: Facebook Timeline   Meilensteine fürs Band Marketing nutzen

Nach dem Klick wählt ihr „Meilenstein“ aus und tragt alle wichtigen Daten ein. Ein Bild rundet das Ganze optisch ab.

auswahl meilenstein Expertentipp: Facebook Timeline   Meilensteine fürs Band Marketing nutzen

meilenstein info2 620x294 Expertentipp: Facebook Timeline   Meilensteine fürs Band Marketing nutzen

Beiträge auf der Timeline und Meilensteine erscheinen in Echtzeit im Newsfeed, sind also für alle Fans auf der Startseite zu sehen. Als letzten Tipp empfiehlt Tam daher, immer möglichst dann zu posten, wenn man weiß, dass viele Fans online sind und die Nachricht direkt gesehen wird. Postet man spät nachts oder sehr früh am morgen, ist die Gefahr höher, dass die eigene Nachricht übersehen wird, weil sie unter vielen anderen Statusmeldungen untergeht.

Wir sind neugierig: Wie nutzt ihr die Timeline? Zeigt her eure Bandpages.

KLEINER NACHTRAG: DJ Shadow hat die TImeline schön – er hat seine Diskographie eingebaut. Schick. Und schlau!

Mehr Infos zum Thema gibt’s unter: Musicthinktank – New Ways to Think About Facebook Timeline for Bands

 

Die vielleicht größte Chance für Newcomer, an Konzerte zu kommen, ist der „Ersatzgig“. Es passiert häufiger als man denkt, dass eine Band erst am Tag eines Konzerts absagt. Krankheit, kaputte Bandbusse, Glatteis… Die Gründe sind vielfältiger als beim Fehler in der Schule.

Und wenn es sich nicht gerade um einen größeren Headliner einer Clubshow handelt, sondern um eine Fete oder um die Vorband, dann fällt deswegen logischerweise nicht gleich der ganze Event aus. Darum sind folgende Dinge unbedingt zu beachten:

1.  Man findet Euch überhaupt! „Actionfuzzcore“ und „Kickboxrock“ sind lustige Genrebeschreibungen und „Christian Rap“ bei myspace echt der Brüller! Aber keine Sau sucht danach. Wenn mir eine Partyband fehlt, suche ich nach „Disko“, „Surf“, „Funk“, „Party“ oder „80s“ etc. – Also seid Euch nicht zu fein, auf Eurer Website, bei myspace, in Eurer Twitter-Bio und in Eurer E-Mail Signatur klassische Genres zu verwenden.

2. Man kann mir sofort und in voller Länge aktuelle Songs anhören. Snippets sind kein Zeichen von Professionalität sondern in der Regel ein Zeichen für eine Arschgeige als Manager.

3. Man findet ein aussagekräftiges Foto! Gasmasken also bitte nur dann verwenden, wenn ihr sie auch live tragt

4. Und das ist verdammt noch mal das wichtigste: Ich finde immer und überall eine Handynummer (In jeder E-Mail, auf jedem Bandinfo, auf mysapce, auf der Website, im Facebookprofil)

Wenn ein Veranstalter einen Ersatz braucht, brennt die Luft! Er hat weder Zeit noch die nerven, abzuwarten, ob jemand seine E-Mail liest oder seinen Anrufbeantworter abhört. Er will jetzt wissen, ob die Band in sechs Stunden beim Soundcheck sein kann oder nicht.

Die Angst vor dem Verlust der Privatheit ist nachvollziehbar und gesundheitlich auch vollkommen richtig! Aber sie ist so was von unbegründet, solange ihr noch den Gigs nachrennt und nicht umgekehrt. Meine Handynummer steht seit Jahren öffentlich im Netz und Spam-Anrufe oder SMS erhalte ich wirklich nie! Und wenn, dann nur von Spaßvögeln, nachdem ich diesen Punkt in Vorträgen angebracht habe. Danke im Voraus! Sehr originell.

 

Der Autor

sebastian 298x300 Expertentipp: Sollte ich als Musiker meine Handynummer überall kommunizieren?

Sebastian war Label- und Verlagsmanager, bevor er in der Kommunikationsbranche landete. Er hat die Scheune Akademie aufgebaut und betreibt ein Blog für Subwirtschaft und Kreativkultur.

 

Sende unseren Experten Themenvorschläge, die du gerne behandelt haben möchtest. Vielleicht können sie dir weiterhelfen und du erhältst eine Antwort hier im recordJet-Blog. Einfach ein kurze Mail mit deiner Frage an: reco...@recordjet.com

Rihanna 13196349150771 620x392 Expertentipp: Bandmarketing 2.0: Promo auf Facebook

Birds do it
Bees do it
Even educated fleas do it
(Ella Fitzgerald)

Jeder tut es, wie die gute Ella schon wusste: Hersteller von Bier, Windeln, Kaugummi, auch Comedians und Yogastudios – alle promoten ihre Marken, ihre Services und ihre Produkte in den sozialen Netzwerken, allen voran Facebook.

Marketing für kleinere Bands und Musiker wird von den Labels (trotz Plattenvertrags) schon seit längerer Zeit oft aus Kostengründen nicht mehr oder nur in reduziertem Rahmen übernommen. Für Kunden von Content Aggregatoren, die ihr Marketing sowieso selbst in die Hand nehmen, ist die Frage der effektiven und kostengünstigen Selbstpromotion sowieso ein wichtiges Thema. Zum Glück ist es im goldenen Internetzeitalter zu Zeiten von Social Networks nicht mehr allzu schwierig, mit geringen Mitteln große Reichweite zu schaffen. Jahrelang war MySpace the platform to be für Musiker und Bands – im Jahre 2011 kann man MySpace jedoch getrost als totes Pferd bezeichnen. Bandmarketing in Social Media hat sich eindeutig in Richtung “Großes F” verlagert.

Voraussetzung: Mini-Masterplan

Ja, Facebook – mal wieder. Doch auch hier ist es nicht damit getan, husch-husch eine Seite anzumelden, ein paar Fotos hochzuladen und den Fans sporadisch mal “Hallo” zu sagen. Nun gut, ihr könnt das Experiment wagen, jedoch wird sich das vermutlich kaum positiv in der Zahl eurer Downloads niederschlagen. Als Band müsst ihr natürlich keine ausgefeilte Social Media Strategie fahren, aber mit einem kleinen Mini-Masterplan könnt ihr aus eurer Facebook-Seite viel mehr rausholen.

René Pickhardt ist verantwortlich für das Bandmarketing von In Legend. In seiner zweiteiligen Serie “Tipps für Musiker auf Facebook” auf allfacebook.de (Teil 1 / Teil 2) unterstreicht er den größten Vorteil von Facebook für das Bandmarketing: “Informationen können sich auf Facebook schnell und viral verbreiten”. Jedoch sei es nötig, sich beim Facebook-Marketing von den Mustern des klassischen Musikmarketings zu verabschieden: “Früher war es vor allem in der Musikindustrie hip, Sachen geheim zu halten oder rar zu machen und nur allerbeste Qualität zu veröffentlichen. Bei der Bandpromo auf Facebook – genau wie in vielen anderen Bereichen des Internets – ist hingehen eine lockere Herangehensweise wichtig.”

Content is Bandmarketing-King

Als wichtige Orientierungshilfe nennt René die Faustregel: “Welche Info von meiner Lieblingsband würde ich sofort mit all meinen Freunden teilen?” Dabei ist darauf zu achten, dass die geposteten Inhalte so interessant sein sollten, dass sie möglichst hohe Interaktionsraten (Kommentare und Likes) erzielen – sonst greift der Facebook Edgerank, der den Rang der Seite abstuft und damit die Häufigkeit des Auftauchens eurer News in den Feeds der Fans herabsetzt. Gleichzeitig gilt die Regel: Facebook ist kein Hochglanz-Magazin: Beispielsweise kommen kommentierte Handy-Schnappschüsse von der Tour, von Auftritten oder im Tonstudio bei Facebook-Fans gut an, denn sie signalisieren Nähe zu den Fans und erlauben Ihnen einen kleinen Einblick in das Privatleben der Band. Der Spagat zwischen “Nah am Fan” und “Relevanz” sollte mit der Faustregel gut zu schaffen sein.

Fanpost 2.0

Nicht nur das regelmäßige Posten von Inhalten, sondern auch die Interaktion mit den Fans ist ein wichtiger Bestandteil des Facebook-Marketings. Facebook-Kommentare sind die Fanpost der Neuzeit und wollen natürlich beantwortet werden (was zum Glück auch viel komfortabler und schneller geht, als auf dem Postweg). Auch der Einsatz der Poll-Funktion und die Interaktion während einer Tour (z.B. “wo gibts in Kassel den besten Döner?”) sind Funktionen, die gut angenommen werden.

Crowdsourcing: Fans mithelfen lassen

Facebook ist aufgrund seiner Interaktivität bestens geeignet, sich das kreative Potenzial und die Schwarmintelligenz der Fans zu Nutze zu machen. “Crowdsourcing ist schon lange eines der Buzzwords im Web 2.0 welches sich aber für Bands auch einfach anwenden lässt. Einige Künstler lassen ihre Fans abstimmen, wie die neue Homepage aussehen soll, welches Cover ausgewählt wird oder nutzen Inhalte die Fans produziert haben auf der Homepage”, so Pickhardt.

Das Facebook 12-Schritte-Programm

Zusammenfassend empfiehlt Pickhardt die folgenden 12 Tipps fürs Bandmarketing auf Facebook. Nicht alle sind für jeden Band oder jeden Künstler geeignet, also pickt euch die schönsten und für euch passendsten raus:

1. Fans mit exklusiven Premium-Inhalten anlocken
2. Inhalte zuerst im Newsletter veröffentlichen, dann auf Facebook (mit Link zur Homepage)
3. Interaktionen von Fans belohnen und “fannah” sein
4. Kurze, knappe Inhalte auf Facebook bringen
5. Gewinnspiele – bringen Fans
6. Die Fans nicht mit Kaufaufforderungen nerven, sondern unterhaltsam sein
7. Mit anderen Künstlern kollaborieren
8. Fans am künstlerischen Prozess beteiligen
9. Die Event-Funktion von Facebook nutzen (für Tour- und Releasetermine, Fanclubtreffen, TV-Auftritte, etc.)
10. Facebook als Tourtagebuch nutzen
11. Facebook-Plugins auf der eigenen Homepage einsetzen
12. Auch offline wohldosiert auf Facebook hinweisen

Ausführliche Erläuterungen zu den 12 Punkten findet ihr in den Artikeln auf allfacebook.de (Teil 1 / Teil 2) – durchlesen lohnt sich.