Diese Frage ist eher wirtschaftlicher als rechtlicher Natur und hĂ€ngt vor allem von der Art Eures Vertrages ab. Handelt es sich beispielsweise um einen KĂŒnstlerexklusivvertrag und wird Euch damit das wirtschaftliche Risiko der Produktion komplett abgenommen – meist aber dann auch der Profit aus den VerkĂ€ufen sehr klein gehalten – ist ein Label durchaus sinnvoll, soweit Ihr es “ohne nicht zu schaffen glaubt”. Insbesondere, wenn Zusatzleistungen wie die Finanzierung von einem oder mehreren Videoclips (hier bspw. das Budget bereits vorab aushandeln wie auch ggf. das Recht zu Benennung des Regisseurs und unbedingt auf Anrechnungsregelungen achten!) oder Toursupport ausgehandelt werden können, lohnt es sich, darĂŒber zu sprechen … sprechen und ggf. streiten solltet Ihr aber im Vorfeld des Vertrages je nach Verhandlungsbasis immer. Denn das Wort “Vertrag” kommt von “vertragen”. Der Vertrag steht aber erst am Ende einer langen Verhandlung. Lasst Euch nicht einschĂŒchtern. Wer Euch nicht will…der kriegt Euch nicht! Denn wirtschaftlich unsinnig sind VertrĂ€ge, welche eigentlich nur eine bessere Distribution bieten sollen. Habt Ihr eine solide Fanbase, können dann eher Crowdfunding-Plattformen wie startnext.de fĂŒr die Produktion und Dienstleister im Bereich “Eigenvertrieb” – hier erspare ich Euch als recordjet-Besucher die Namensnennung – interessant sein.
Der Autor
Rechtsanwalt Sven Hörnich war Zeit seines Studiums – sei es als Band- bzw. Tourmanager, Musikjournalist oder schlicht Konsument – im Herzen der Branche unterwegs, welcher er nunmehr auch (rechts-)beratend zur Seite steht. Wer mehr ĂŒber ihn wissen will, der kann sich unter www.sven-hoernich.de âšein genaueres Bild verschaffen und sich ggf. Logindaten fĂŒr weitere Ressourcen zusenden lassen.
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