Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik-Stores

Tipps

Unsere Support-Crew wird oft gefragt, welche Möglichkeiten es noch gibt, beim Verkauf der Musik noch mehr dazuzuverdienen – und warum wir nicht wie andere Vertriebe Widgets anbieten, die man einbinden kann, um seine Musik auf der eigenen Webseite zu verkaufen.

Nein, haben wir nicht.

Warum? Das hat zwei gute Gründe:

1. Es gibt schon viele kostenlose und wirklich gute Widgets wie z.B. BandPage, die ständig weiterentwickelt werden.

2. Viele Stores haben Partnerprogramme (zum Teil auch mit Widgets wie z.B. iTunes), mit denen ihr pro Klick noch einmal mehr verdienen könnt. Und das entspricht unserem Prinzip: Mehr Geld für Künstler und Labels.

Wie man mit den Partnerprogrammen der Stores Geld verdient, erklären wir euch in diesem Artikel.

Bildschirmfoto 2013 04 08 um 13.13.26 Expertentipp: Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik Stores

Affiliate-Programme: So funktionierts.

1. Ihr meldet euch zunächst bei den Partnerprogrammen der Stores an (eine Liste zu den Programmen der wichtigsten Stores findet ihr unten).

2. Dort bekommt ihr dann einen sogenannten Affiliate-Link, mit dem nachverfolgt werden kann, ob ein Kunde über eure Webseite Musik gekauft hat.

3. Diesen Link baut ihr in eure Webseite ein, so dass eure Fans nur noch klicken müssen, um darüber Musik zu kaufen. Es lohnt sich auch, Freunden und Famile explizit Bescheid zu sagen, dass sie über die Links auf eurer Webseite gehen sollen, wenn sie eure Musik kaufen wollen.

4. Wenn ihr an einem Partnerprogramm teilnehmt gibt es für jeden über euch verkauften Track Geld von den Stores. Wieviel das im Einzelfall ist, kommt auf den Store an. Alle Infos gibts auf den Affiliate-Seiten der Stores.

 

Die wichtigsten Stores mit Partnerprogrammen

Leider bieten bisher nicht alle Stores Partnerprogramme an – dafür aber die Wichtigsten. Hier haben für euch die entsprechenden Stores mit direktem Link zum Partnerprogramm aufgelistet.

iTunes big new200 Expertentipp: Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik Stores

Zum iTunes Partnerprogramm

 

amazon small Expertentipp: Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik Stores

Zum Amazon Partnerprogramm

 

Musicload 200 Expertentipp: Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik Stores

Zum Musicload Partnerprogramm

 

logo records white blue medium Expertentipp: Geld verdienen mit den Partnerprogrammen der Musik Stores

Zum Juno Partnerprogramm

 

 

 

recordJet Charts 620x620 Expertentipp: Alex Day – wie man in 8 Wochen die Musikindustrie hackt.„Erfolg im Musikbusiness ist mit harter Arbeit verbunden“. Jeder, der das sagt – hat Recht! Noch immer sind sich viele Musiker und Bands nicht darüber im Klaren, dass musikalischer Erfolg nicht einfach passiert, sondern viel Einsatz und Herzblut erfordert. Oder anders ausgedrückt: Jede Band und jeder Musiker hat den eigenen Erfolg selbst in der Hand – auch und gerade ohne Plattenlabel.

Unser aktuelles Lieblings-Paradebeispiel: Der britische Musiker Alex Day.

Alex Day war ein unbekannter Künstler, dessen Song „Forever Yours“ an Weihnachten 2012 Nummer 4 der UK-Charts war und weltweit 100.000 mal verkauft wurde. Alex’ Song konnte sogar Coldplay auf Platz 5 verbannen – Chapeau! All dies hat Alex ohne Plattenlabel, ohne Agent, ohne Manager und ohne Produzent erreicht. Das Ganze war jedoch kein Zufall – der Musiker hat sich richtig ins Zeug gelegt dafür.

Wie er zu diesem Erfolg gekommen ist, berichtet er in seinem Artikel „Becoming A Pop Star With Zero Experience – How To Hack The Music Industry In Under 8 Weeks (hackthesystem.com)“. Wir haben hier für euch die wichtigsten Tipps aus Alex’ Artikel zusammengefasst.

1. Setzt euch ein glasklares Ziel

“I decided I was going to try for the UK’s Christmas Number One. Anyone who’s seen the film, Love Actually will know that the Christmas Number One is a pretty big deal in the UK. A lot of artists were releasing songs that week but the Christmas top spot is a very prestigious title (…). Thanks to my unrealistic goal of “reach number one”, I reached number four, and I completely believe that if my goal had been “get into the Top 100,” I probably would have made it somewhere in the Top 100 but nowhere near as high as I did.”

Ein klares Ziel (egal wie hoch es  angesetzt ist) hilft euch, einen Fokuspunkt zu finden. Wenn euer Ziel so klar ist, dass ihr es in einem Satz ausdrücken könnt, könnt ihr es als Filter benutzen – für alle Möglichkeiten, die euch vor die Füße fallen.

2. YouTube, YouTube, YouTube!

 ”I’d definitely recommend making YouTube videos if you want to move forward, no matter what your goals are. But the most important thing is to do it because you enjoy it, not just because I’ve suggested it. The Internet, as we all know, is big on transparency. If you don’t like talking to the camera, make regular songs (or stand-up, or short films, whatever your gig is). But remember, people want to get to know the real you–a lot of the videos I make aren’t actually about music.”

Ein regelmäßig bespielter Youtube-Channel hilft euch dabei, euren Fans das Gefühl zu geben, dass ihr nahe bei ihnen seid. Fans sind viel eher bereit, euch (finanziell und persönlich) zu supporten, wenn sie erkennen, dass ihr auf dem Boden gebliebene, nette Typen seid die sich gerne und regelmäßig was neues einfallen lassen – ob das ein Musikvideo ist, ein Interview, ein kleines Behind-The-Scenes oder ein Song-Cover. Gleichzeitig kann euch der “Ähnliche Videos”-Algorithmus zu weiteren Fans eurer Musik und Abonnenten eures Channels verhelfen – wenn euer Content gut und originell ist. Außerdem habt ihr über YouTube den direkten kommunikativen Draht zu euren Fans – ohne auf die Gunst der klassischen Presse (Zeitungen oder TV) angewiesen zu sein. Alex Days Channel ist aktuell fast 700.000 Subscriber stark.

3. Findet “Fehler in der Matrix”

 ”What I’ve learned about labels in the last year is this: they have no imagination. They’ll do the same things everyone else does, right down to the sound of the music they release and how that music is promoted. Because the music they’re putting out is just processed the same way as everything else, nobody’s thinking about how they can exploit the rules. They’re already on top, so they don’t need to climb any higher. I was working from the ground up and needed every edge I could get.”

Alex Day hatte kein Label hinter sich, das Erfahrung im Musikbiz hatte – und musste sich daher alles selbst beibringen. Vorteil: Er hatte keine “betriebsblinden” Manager um sich. Ein Blick in den Regelkatalog der UK Charts enthüllte Alex ein interessantes “Loch im System” aka einen “Fehler in der Matrix”, den er clever für sich nutzen konnte: Verkäufe von Remixes und Versionen eines Tracks werden in UK wie ein Verkauf des Originaltracks behandelt. Kauft ein Fan den Original-Track und einen Remix, wird dies so behandelt, als wäre der Originaltrack zweimal verkauft worden – all das beeinflusst die Chartszählung. Alex’ geniale Idee: Am Releasetag seines Tracks gab es nicht nur die Originalversion, sondern gleich noch 11 verschiedene Remixe in den Stores zum Download. Natürlich konnten die Fans in alle Versionen vorher auf YouTube reinhören. Das “Ende vom Lied”: Alex Days Verkaufszahlen haben sich verdoppelt!

“If you’re in the UK, this trick still works and there still hasn’t been a major label to try it. If you live somewhere else, take a minute to read the chart rules in your country: there will be some loophole you can find, and when you do, you’ll marvel at how you found it first.”

Zusammengefasst lautet Alex Days Erfolgsrezept: Setzt euch Ziele, nutzt YouTube lieber mehr als weniger, und lernt das System kennen um es zu hacken. Die Crew zieht den Hut – und präsentiert euch zum Abschluss das Video “Good Morning Sunshine” von Alex Day.

Übrigens: Bei recordJet könnt ihr eure Releases für die Charts von UK und Irland anmelden. Hier gehts zum Service.

Treue Leser unseres Blogs sind bereits bestens darüber informiert: Ein ordentliches Pitch-Video ist einer (!) der essenziellen Bausteine für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne. Ein gutes Pitch-Video wird im Idealfall nicht in 5 Minuten abzudrehen sein, sondern erfordert eine gewisse Planung.

Dass man jedoch nicht nur zu wenig tun kann, sondern auch ZU VIEL – und sich damit ebenfalls den Erfolg seiner Kampagne ordentlich versemmeln kann, haben wir in dem interessanten Artikel “Music Crowdfunding Danger – Be Good…But Not Too Good” auf Hypebot gelernt.

Der Autor Matt Voyno schreibt über seinen eigenen Misserfolg mit einem Pitch-Video, das so ambitioniert produziert wurde, dass es den Unterstützern offenbar den Eindruck vermittelte, dass die Band eigentlich geradezu in Geld schwimme:

Obviously the video LOOKS like a million bucks! But to some people it looks we HAVE a million bucks. At first I was shocked by that idea, but upon some reflection I can understand it. The thought of a viewer probably goes something like this: “Why should I give you money? Clearly you signed with a fancy publisher, they gave you money, paid for your photos and fancy video shoot!”

Voynos Konsequenz aus dem Dilemma: Er drehte ein neues Video, “filmed on an iPhone, held by a friend, edited by Hoover. Nothing million dollar about it”

Unser Resümé – 4 Tipps für das Pitch-Video

1. Niemand sollte eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben rufen, der sich auch locker aus eigener Tasche finanzieren kann. (Wir fragen uns klammheimlich, ob der Mißerfolg von Björks Crowdfunding-Kampagne für ihre Biophilia-App nicht darauf zurückzuführen sein könnte, dass man mit dem Namen Björk eher keine Geldknappheit verbindet? Man weiß es nicht…)

2. Wenn ihr euch nicht “mal eben” selbst finanzieren könnt, dann heißt dies um Umkehrschluss, dass ihr auf den Erfolg eurer Kampagne angewiesen seid

3. In diesem Fall ist es eine schlechte Idee, den Förderern, Fans und Unterstützern gegenüber den Eindruck zu erwecken, dass ihr Rich Kids seid, die in Geld schwimmen – siehe Tipp 1

4. …und es bleibt weiterhin eine schlechte Idee, ein lustloses Schmalspurvideo abzudrehen, das keinen potenziellen Unterstützer vom Hocker reißt

Kurzum: Seid gut und ambitioniert, aber seid nicht zu gut. Eines unserer liebsten Beispiele für ein bodenständiges, sympathisches und vor allem erfolgreiches Pitch-Video ist unser Passagier Sören Vogelsang von “Das Niveau”.

file000999958631 300x225 Expertentipp: Social Media für Musiker in 30 Minuten pro Tag Der Fahrplan für Bands und Musiker: Pimpt eure sozialen Netzwerke in 30 Minuten täglich.

Nicht alle von uns sind Digital Natives – also im Zeitalter von Internet und Mobiltelefonen aufgewachsen. Für diejenigen, die digitale Medien erst im Erwachsenenalter kennenlernen durften, ist der Hype um Social Media oft nur wenig nachvollziehbar – dabei liegen in diesen Medien ungeheure Potenziale, gerade für Musiker und Bands. Um Licht in das Social Media-Dickicht zu bringen, hat Brian Thompson einen Artikel auf hypebot veröffentlicht, in dem er eine 30-Minuten-Routine für Social Media vorstellt, die alle 3 Tage wiederholt wird. Hier für euch unsere Zusammenfassung dieser echt guten Tipps:

Social Media in 30 Minuten täglich

Tag 1:

- 10 Minuten, um die Twitter-Suche zu nutzen und Bands zu suchen, die vom Stil und vom Genre her euch ähneln. Deren Fans könnt ihr dann followen – so werden sie auf euch aufmerksam.

- 10 Minuten, um Facebook- und Twitter-Beiträge für die nächsten 3 Tage zu planen und vorszuchreiben. Mit Tools wie Hootsuite können diese Beiträge dann automatisch gepostet werden, ohne dass ihr dafür extra auf die Plattformen müsst. Beachtet, dass ihr bei Facebook nicht mehr als 2 Beiträge pro Tag verfassen solltet, und diese einige Stunden auseinander liegen sollte. Alles andere wirkt schnell “spammig”. Bei Twitter könnt ihr ruhig öfter posten, wenn euch danach ist.

- 5 Minuten, um bei Twitter auf jeden Beitrag über euch zu reagieren, und jeden neuen Follower persönlich zu begrüßen.

- 5 Minuten, um bei Twitter eine Unterhaltung mit jemanden zu starten, den ihr bisher nicht kennt.

 

Tag 2:

- 10 Minuten, um bei Twitter nach Profis in der Musikindustrie zu suchen und zu followen, die euch behilflich sein können. Dies können Blogger sein, Musikjournalisten, Labels, Manager, etc.).

- 10 Minuten, um auf alle Tweets und Kommentare zu antworten, die reingekommen sind, und jeden neuen Follower persönlich zu begrüßen.

- 5 Minuten, um eine neue Unterhaltung bei Twitter zu starten

(und 5 Minuten gespart)

 

Tag 3:

- 30 Minuten: Heute erschafft ihr Content für euer Blog. Das kann ein kurzer Artikel sein, eine Slideshow mit Bildern von einer Tour, Backstage oder aus dem Studio, oder ihr berichtet über einen Aspekt aus eurem Privatleben oder ein Erlebnis, das ihr hattet. Hauptsache, es unterhält eure Fans – auch wenn es bisher nur wenige sind.

 

Tag 4: Alles beginnt wieder von vorn bei Tag 1

 

Zusätzlicher Booster für euren Erfolg: Die “was kleines, was großes”-Regel

Was kleines: Macht es euch zur Gewohnheit, jede Woche etwas kleines zu teilen. Ein Foto, einen Tweet, ein Video, eure Träume… . Unterhaltungswert und Kontinuität zählen.

Was großes: Macht es euch ebenso zur Gewohnheit, jeden Monat etwas großes zu bringen, wie beispielsweise einen EP-Release, druckt T-Shirts für den Merchandise, ruft einen Contest in eurem Blog oder auf eurer Facebook-Seite auf, oder kündigt die nächste Tour an.

Es lohnt sich, etwas Zeit in Social Media zu investieren, auch wenn ihr denkt, dass eure Fans ganz woanders sitzen. Ihr werdet sehen, dass es sich auszahlt, denn Facebook & Co sind  wichtige Instrumente für die handgemachte Promo.

Macht Werbung für euch und postet und die Links zu euren Facebook-Pages in die Kommentare – wir sind gespannt!

 

Foto16 620x620 Der Album Release   die besten Monate (Expertentipp)Wie habt ihr das Datum für euren letzten Album Release festgelegt? Omas Geburtstag? Der Jahrestag der Bandgründung? Habt ihr einen Dartpfeil auf den Kalender geworfen? Oder habt ihr gar eine strategische Entscheidung gefällt?

Die lieben Kollegen von MusikThinkTank haben sich mal wieder selbst übertroffen und eine Übersicht erstellt, in welchen Monaten (und warum) der beste Zeitpunkt für einen Album Release ist. Dem haben wir nichts mehr hinzuzfügen. Hier sind die Tipps für euch:

Januar – der Boom-Monat

Der Januar war früher als ungünstiger Monat für  Releases verschrien, da die Verkaufszahlen in den meisten Branchen nach dem Weihnachtsboom erstmal ordentlich einbrechen. Das stimmt. Jedoch stimmt es auch, dass Musikblogger im Januar neuen Stoff brauchen, nachdem sie sich den ganzen Dezember lang mit den “Top”-Listen des Vorjahres beschäftigt haben. Ihr habt also mit einem Album Release gute Chance auf ein Placement. Nachteil: Wer so früh im Jahr releast kann zur Sommerfestivalsaison schon wieder vergessen sein… .

Februar bis Mai – Prime-Time für Festivalbands

Im Frühling releasen besonders viele Musiker, um ihr Publikum heiß auf die Festivalsaison zu machen. Das funktioniert tatsächlich. Gerade Indie-Bands sind in der auf Festivals sehr aktiv. Der Nachteil ist folglich, dass das Release-Gerangel im Frühling unendlich ist. Es ist schwierig, bei so vielen Releases Gehör zu finden, und auch die Preise für Werbeplätze in Blogs schnellen in dieser Zeit nach oben, da auch bekannte und wirtschaftlich starke Musiker mitmischen. Tipp von MusicThinkTank: Releast höchstens eine Single, aber spart euch den Album Release für einen späteren Zeitpunkt auf.

Juni bis August – Sommerloch

Der Sommer ist musikgeschwängert. Die Festivals sind in vollem Gange und die Aufmerksamkeit der Hörer für neue, unbekannte Bands ist nicht sehr hoch. Auch die großen Musikblogs sind inhaltlich hauptsächlich mit den Festivals beschäftigt. Im Sommer zu releasen beschert euch also voraussichtlich keinen Raum auf den bekannten Plattformen – es sind eher die kleineren Blogs, die sich über neuen Stoff freuen weil sie es nicht auf alle großen Festivals schaffen. Es bedarf zwar etwas zusätzlichen Aufwandes, die festivalbeschäftigten Ohren eurer Zielgruppe für euch zu gewinnen, aber die Tatsache, dass im Sommer viele touren und nur wenige releasen, könnte euch einen kleinen Vorteil verschaffen, wenn ihr es geschickt anstellt.

September bis Dezember – das Weihnachtsgeschäft ruft

Im Herbst und Winter releasen vor allem erfolgreiche Bands und Musiker und die Major Labels, um beim Weihnachtsgeschäft richtig abzuräumen. Für unbekannte Bands ist das Weihnachtsgeschäft eher zweitrangig, da es den meisten erstmal darum geht, überhaupt zu verkaufen und bekannt zu werden. Außerdem ist in unseren Breiten im Winter eine Releasetour aus Witterungsgründen oftmals eine ungemütliche Sache. Tipp von MusicThinkTank: Trotz der Touringschwierigkeiten im Winter: Die Festivalsaison ist vorbei und die Indie-Musikblogs freuen sich wieder über Inhalte. Gebt sie ihnen! Eine Tour könnt ihr dann im kommenden Frühjahr mit einer nachgeschobenen EP ankurbeln.

Zusammenfassung: Wenn ihr nach eurem Release nicht auf Tour gehen wollt, dann ist es im Prinzip egal, wann ihr releast. Die Aufmerksamkeit der für eure Publicity und reichweite so wichtigen Blogger kann jedoch je nach Saison aus unterschiedlichen Gründen abgelenkt sein, was sich nachteilig für euch auswirken könnte. Musiker, die eine Releasetour machen wollen, sollten ihren Album Release aufgrund der oben genannten Faktoren sorgfältig planen.

Wann steht euer nächster Release an? Verratet es uns in den Kommentaren.

Bildschirmfoto 2012 12 17 um 16.01.01 620x83 MP3? Nein Danke! Alles was ihr über Audiodateien wissen müsst

Um eure Musik mit recordJet in alle wichtigen Stores bringen zu können, müssen eure Audiodateien einigen allgemeinen Anforderungen entsprechen, damit sie von den Stores angenommen werden. Hier erklären wir euch alles über MP3s und andere Dateiformate, sowie über die Anforderungen, die die Stores an Audiodateien haben.

Ihr habt sicher schon gemerkt, dass ihr bei recordJet keine Tracks als MP3-Files hochladen könnt, sondern nur in einem bestimmten WAV-Format. Was manchen zunächst lästig erscheint, hat jedoch zwei wichtige Gründe: Die Soundqualität und Problemvermeidung!

WAV ist eigentlich nur ein Containerformat in dem Audiodaten gespeichert werden können. Am weitesten verbreitet sind unkomprimierte WAV(E)-Dateien, die sogenannte PCM-Rohdaten enthalten und mit einer Sample Size von 16 Bit sowie eine Sample Rate von 44,1 kHz angelegt worden sind. Wenn man von WAV-Dateien spricht (wie auch hier in diesem Artikel), meint man meist genau diese Variante, die sogenannte CD-Qualität.

Unkomprimierte Musikdateien haben den Vorteil, dass noch alle digitalen Datei-Informationen vorhanden sind. Das bedeutet, dass die Musik beim Abspielen fast genauso gut klingt wie die Originalaufnahme. Zumindest aber genauso gut wie auf einer CD.

Mit einem Codec wie FLAC (Free Lossless Audio Codec) lassen sich Audiodateien verlustfrei komprimieren und ohne Qualitätsverlust auf etwa die Hälfte der ursprünglichen Dateigröße schrumpfen. Das funktioniert ähnlich wie beim Packen von Dateien im Zip-Format, nur dass das Verfahren speziell auf Musik zugeschnitten ist.

MP3 (eigentlich MPEG-1 Audio Layer III) hingegen ist ein Verfahren zur verlustbehafteten Komprimierung von Musikdateien. Man muss kein Profi sein, um ohne Probleme die Qualitätsunterschiede zwischen WAV und einer stark komprimierten MP3 herauszuhören. Beim verlustbehafteten Komprimieren werden primär möglichst “unwichtige” Dateiinformationen entfernt, wobei natürlich auch die Größe der Datei schrumpft. So kann man eine Audiodatei durch eine solche Komprimierung beispielsweise von 35-60 MB auf 3-8 MB verkleinert werden.

Je stärker eine Sounddatei komprimiert wird, desto schlechter wird dabei leider auch die Soundqualität, da mehr Datei-Informationen entfernt werden. Wie viel der originalen Datei-Informationen noch vorhanden sind, lässt sich meist an der so genannten Bitrate ablesen: Ein Song mit 320 kbit/s (=Kilobit pro Sekunde) ist weniger stark komprimiert und hat eine bessere Soundqualität, als ein Song mit 192 kbit/s. Bei MP3s mit einer Bitrate von 320kbit/s lässt sich selbst für einen Profi kaum bis kein Unterschied mehr zur CD-Qualität heraushören.

Warum akzeptiert recordJet dann nicht einfach MP3-Dateien mit einer hohen Bitrate?
Ganz einfach: Jeder Store möchte die Musik in einem anderen Dateiformat erhalten. Am weitesten Verbreitet sind WAV- oder FLAC-Formate. Aber auch MP3s in verschiedenen Komprimierungsstufen werden verlangt. Ein Grund für unsere Entscheidung, auf WAV zu setzen ist, dass wir immer die höchstmögliche Qualität anbieten möchten. Sofern wir eure MP3s erneut konvertieren würden, wären weitere Dateiinformationen verloren. Selbst wenn man in der Ursprungs-MP3 kaum einen Qualitätsunterschied zur unkomprimierten Version hört, kann dieser dann nach einer erneuten Konvertierung hörbar werden. Außerdem gibt es nicht nur einen MP3-Codec mit einem Parameter. Verschiedene Codecs erzeugen verschieden gute Ergebnisse. So kann die Soundqualität trotz gleicher Bitrate variieren.

Und warum dann genau PCM mit einer Bitrate von 1411 kbit/s, einer Sample Size von 16 Bit und einer Sample Rate von 44100 Hz?
Wie schon angesprochen handelt es sich bei diesen Spezifikation um den Standard für CD-Qualität. Höhere Qualitätsstufen, die durchaus möglich sind, werden von keinem Store bisher verlangt. Außerdem kennt eigentlich jeder, der sich mit dem Produzieren von Musik beschäftigt, dieses Format. Aus diesen Gründen und um Missverständnisse und Probleme zu vermeiden, haben wir dieses Format als unseren Standard definiert. Zudem bereiten Dateien in dieser Größe aufgrund der guten Internetverbindungen heutzutage nur noch selten ein Problem beim Upload. Sicher kann dies etwas länger dauern, jedoch sollte dies noch im ertragbaren Rahmen sein.

Warum ist es nicht notwendig oder sogar schlechter, die hochgeladenen Dateien mit Metadaten oder Tags zu versehen?
Metadaten und Tags sind in WAV-Dateien leider nicht 100-prozentig klar definiert bzw. werden von verschiedenen Audioprogrammen unterschiedlich verwendet. Wir liefern den Stores immer hochqualitative Metadaten und taggen eventuell die Audiodateien – jeweils nach deren Standards. Auch hier gilt: Um Fehler und Probleme zu vermeiden sollten die Audiodateien ohne Tags und Metadaten angeliefert werden.

photo full Expertentipp: Die 5 Todsünden des Crowdfunding   und wie ihr sie vermeidet!Crowdfunding ist the Future of Music. Wir zeigen euch die 5 klassischen Anfängerfehler beim Crowdfunding, und erklären wie ihr sie vermeidet damit eure Kampagne von Erfolg gekrönt ist.

 

 

 

 

 

Crowdfunding ist für die recordJet Crew eine Herzensangelegenheit. Wir sind – wie Amanda Palmer – davon überzeugt, dass dies die Zukunft von Musik ist: Jenseits von großen Labels mit dicken Budgets und Kontrolle über die kreativen Schaffensprozesse von Musikern und Bands.

recordJet arbeitet eng mit Startnext zusammen, der ersten Crowdfunding Plattform speziell für den deutschen Markt. Zur ersten Einführung ins Thema Crowdfunding empfehlen wir euch unsere Mini-Serie „Crowdfunding mit Startnext“ (Teil 1 und Teil 2).

Crowdfunding sollte jedoch wie jede Finanzierungsmethode nicht (nur) durch die rosarote Brille betrachtet werden. Wie überall gibt es Fallstricke und spezielle Kniffe, über die man Bescheid wissen sollte. Es ist also unverzichtbar, sich ordentlich einzulesen. Unsere Freunde von MusicThinkTank haben einen tollen Artikel über die 5 Stolperfallen des Crowdfunding veröffentlicht. Unsere Zusammenfassung hier für euch:

1. Euer Projekt ist nicht unterstützenswert genug

Zwei Ursachen können hier dazu führen, dass euer Projekt scheitert: a) Ihr habt ein unterstützenswertes Projekt (z.B. eine Tour, ein neues Album), aber ihr schafft es nicht, euren Unterstützern zu erklären, warum es sich lohnt, euer Projekt zu unterstützen. Oder b): Euer Projekt ist an sich noch nicht ausgereift und überzeugend genug. Dann lohnt es sich vielleicht, zu warten bis das Ganze mehr Gestalt angenommen hat.

2. Euer finanzielles Ziel ist zu hoch

Laut MusikThinkTank sind 99% der Unterstützer von Crowdfundingprojekten Freunde und Bekannte. Ihr arbeitet also mit eurem direkten Einflusskreis. Wichtig ist also, eine Liste von Freunden, Familie und Bekannten zusammenzustellen, mit deren Unterstützung man rechnet. Dann halbiert die Liste (da bei weitem nicht jeder unterstützt) und rechnet pro Unterstützer mit einem Betrag von 20-40€. Dies gibt euch einen groben Richtwert, was ihr mit eurer Kampagne erreichen könnt. Dazu kommt als weitere Unbekannte X die Zahl der Unterstützer, die ihr neu akquiriert habt. Achtet in jedem Fall darauf, euren Zielbetrag nicht zu hoch anzusetzen.

3. Ihr arbeitet nicht hart genug

Um Unterstützer für eine Crowdfunding-Kampagne zu gewinnen, reicht es nicht aus, ein paar Massenemails zu unterstützen und ein paarmal auf Facebook zu posten. Die Akquise von Unterstützern ist 1:1-Arbeit und erfordert, mit vielen Menschen persönlich zu sprechen und individuelle Emails zu schreiben. Unterschätzt nicht den Zeitaufwand, der dahinter steckt – aber es lohnt sich!

4. Ihr gebt zu früh auf

Wie bei eBay, wo in den letzten Minuten der Auktion die Preise in die Höhe schnellen weil alle bieten, erleben die meisten Crowdfunding-Projekte in den letzten Tagen des Förderzeitraums einen starken Aufwind. Lasst euch also nicht entmutigen, wenn der erreichte Betrag eine Woche vor Ende der Kampagne noch nicht so rosig aussieht – nehmt es lieber als Anlass, nochmal alle Energie in die Promotion für euer Projekt zu stecken und weitere Förderer anzusprechen.

 5. Eure Dankeschöns sind nicht optimal gestreut

Geht sicher, dass ihr Dankeschöns für jeden Geldbeutel anbietet. Wenn einer eurer Fans oder Freunde bereit ist, einen Betrag von 35€ lockerzumachen, aber ihr direkt von einem Dankeschön für 20€ zu einem Dankeschön für 50€ springt und nichts dazwischen anbietet, dann wird sich derjenige für 20€ entscheiden. Euch gehen damit ganze 15€ durch die Lappen! Bietet also am besten Dankeschöns in 10€-Schritten an. Im höherpreisigen Bereich eignen sich auch 50€-Schritte. Eine gute Verteilung der Dankeschöns für seine Crowdfunding Kampagne auf Startnext (Produktion seines zweiten Albums „Wir sind vorbei“ auf Vinyl) hat sich zum Beispiel Enno Bunger ausgedacht – mit Erfolg: Bereits 11 Tage vor Ende der Kampagne hatte Enno sein Ziel von 2000€ überschritten.

Bildschirmfoto 2012 12 10 um 12.40.02 Expertentipp: Die 5 Todsünden des Crowdfunding   und wie ihr sie vermeidet!

kac newsletter3 Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig! Eine Mailingliste eurer Fans, unabhängig von Facebook und anderen Plattformen, kann euch große Dienste erweisen, wenn ihr sie sinnvoll nutzt – und wisst, wie man eine aufbaut. Unsere Tipps zum Email-Marketing für Bands und Musiker.

 

 

Stellt euch mal kurz folgendes Szenario vor: Ihr habt in mühevoller Kleinarbeit für eure Facebook-Bandpage geworben. Inzwischen habt ihr mehrere hundert oder gar tausend Fans dort gesammelt, die euch „liken“. Aber nach und nach wandern alle, die ihr kennt, von Facebook ab und wenden sich anderen sozialen Netzwerken zu. Und somit alle eure Fans auch. Eure hart erarbeitete Reichweite und der digitale Kontakt zu euren Fans – hinüber.

Haltet ihr für unwahrscheinlich? Well well, den (Ver)Fall von Myspace hatten viele auch nicht kommen sehen. Myspace? Achja, da war ja mal was: Viele Musiker hatten sich auf Myspace eine riesige Fangemeinde zusammengesammelt. Easy, denn Myspace war lange Zeit DIE Plattform für Bands und Musiker. Bis sie es eben nicht mehr war.

Inzwischen ist Facebook the social network to be – aber dass der gute Mark Zuckerberg und seine Kollegen eher ein Herz für zahlungskräftige Großkonzerne und internationale Marken haben, als für kleinere Bands und Musiker, hat sich leider in den letzten Wochen durch die Anpassung des Edgerank herausgestellt. Der Edgerank ist der Algorithmus, mit dem Facebook bestimmt, wieviele von euren Fans eure Seitenbeiträge zu sehen bekommen. Denn das sind beileibe nicht alle. Die verschlechterte Sichtbarkeit der Seitenbeiträge im Newsfeed kann man aber ganz easy durch bezahlte, hervorgehobene Beiträge wieder wettmachen – wir haben uns das mal angeschaut:

 

FBpaidposts Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig!

 

Neenee, lieber Mark. Gleich zwei Gründe, mal besser nicht alles auf das Pferd Facebook zu setzen. Umso wichtiger finden wir es, sich als Musiker unabhängig von einzelnen Unternehmen zu machen, und (neben dem trotzdem nicht unwichtigen Social Media Marketing) auch direkte Fankommunikation zu betreiben – zum Beispiel per Email. Wenn euer neues Album rauskommt könnt ihr jedem Fan direkt mitteilen, was los ist – und nicht nur per Facebook durch einen Beitrag, der möglicherweise durch das Edgerank-Netz rutscht und nur von einem Bruchteil gesehen wird. Eine Emailliste eurer Fans kann euch also große Dienste erweisen, wenn ihr sie weise nutzt und (bitte!) niemanden vollspamt. Wichtig ist: Jeder Fan, der euch seine Emailadresse mitteilt, sollte dafür belohnt werden. So haben beide Seiten etwas davon.

 

Unaufdringliche Incentivierung = Emailadressen im Tausch für ein kleines Geschenk. Vier Ideen, wie es gehen kann.

  • Analog: Lasst während eures Auftritts eine Liste durchs Publikum gehen und kündigt an, dass jeder, der sich mit seiner Emailadresse einträgt, als Dankeschön von euch einen Song zugeschickt bekommt. Am besten noch am Abend nach dem Gig. Demos oder Liveaufnahmen eignen sich hier bestens. Das erfordert natürlich etwas Handarbeit von euch.
  • Digital: Wir leben im goldenen Smartphone-Zeitalter. Sagt bei eurem Gig eine Emailadresse durch, an die die Fans eine Mail schicken können. Hinter die Emailadresse habt ihr einen Autoresponder gelegt, der einen Link zu einem kostenlosen Track enthält (siehe oben) – oder einen Preorder-Link für euer neues Album. Muss nur einmal eingerichtet werden und läuft dann von alleine. Lediglich die Emailadressen, die bei euch auflaufen, solltet ihr in einem Verteiler sammeln.
  • Das gleiche könnt ihr natürlich auf eurer Band-Homepage einrichten: Jeder, der sich für euren Newsletter registriert (der natürlich in nicht zu häufigen Abständen kommt und nur richtig wichtige und gute Infos enthält), bekommt von euch eine Mail mit einem Downloadlink zurück.
  • Ein Klassiker ist immer noch die gute alte Newsletter-Liste am Merchandise-Stand. Wie ihr ja wisst, ist die Begeisterung direkt nach einem Auftritt noch frisch und somit am größten.

Achja: Und es versteht sich natürlich von selbst, dass ihr die so gesammelten Emailadressen eurer Fans nicht weitergebt oder weiterverkauft. No f***ing way!

Habt ihr noch weitere Ideen? Wie wichtig ist euch der direkte Mailkontakt zu euren Fans? Oder setzt ihr nur auf Social Media? Kommentiert einfach unten icon smile Expertentipp: Looking for freedom? Email Marketing macht euch unabhängig!

LHspotify 620x272 Expertentipp: Eure Band Biografie in den Musikstores

Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass manche Künstler in Spotify und im iTunes Store Biografien platziert haben. Unsere Support-Crew wird immer wieder gefragt, wie die Biografien dort hinkommen, und wie ihr das für euch und eure Band auch haben könnt. Wir verraten euch, wie es funktioniert:

iTunes, Spotify und Shazam (also hauptsächlich englischsprachige/internationale Plattformen) beziehen ihren Content wie Artist Biografien von allmusic.com. Allmusic.com ist ein Katalog professionell geschriebener Musikerbiografien, der von der Rovi Corporation betrieben wird und mit denen die Stores versorgt werden. Dies garantiert ein gleichbleibend hohes Niveau der Texte, da die Schreiber allesamt Profis sind.

LHshazam 620x343 Expertentipp: Eure Band Biografie in den Musikstores

Wie bekommt ihr also eure eigenen Biografien zu allmusic.com, damit diese in die Stores kommen?

Ganz einfach:

  • Ihr schickt eure Musik zu Rovi. Dies kann entweder digital per Email, oder als physische CD per Post geschehen. Rovi benötigt darüber hinaus eure selbstgeschrieben Biografien (auf Englisch), um daraus von ihren professionellen Schreibern neue Texte verfassen zu lassen. Wohin ihr eure Daten schicken müsst, erfahrt ihr auf der Product Submissions-Seite von allmusic.com
  • Sobald Rovi eure Daten erhalten, gescannt und in die Datenbanken aufgenommen hat, dauert es ca. 4-6 Wochen, bis ihr auf der allmusic.com Webseite gelistet seid. Von dort gehen die Contents dann auch an die Stores
  • Wichtig: Aufgrund sehr hoher Nachfrage muss Rovi die Einsendungen priorisieren.  Zuerst werden also die Künstler bearbeitet, die derzeit sehr populär sind, oder die historisch oder künstlerisch eine wichtige Rolle spielen. Es kann also durchaus dauern, bis ihr oder eure Band gelistet seid. Etwas Geduld müsst ihr also eventuell mitbringen
  • Dieser Service von Rovi ist kostenlos

Von den Stores, die wir beliefern, beziehen zum aktuellen Zeitpunkt Spotify, iTunes und Shazam ihren textlichen Content von allmusic.com.

Mehr Information gibts hier:

http://www.allmusic.com/

LHiTunes1 620x333 Expertentipp: Eure Band Biografie in den Musikstores

 

 

 

 

 

beutel1 413x620 Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!)Merchandise für Bands und Musiker kann eine unglaublich wichtige Einnahmequelle sein – wie zum Beispiel für die recordJet Co-Piloten Klinke auf Cinch. Gleichzeitig sind sich aber auch viele Musiker dessen gar nicht bewusst und unterschätzen die Bedeutung, die Merchandise für die Tourkasse haben kann. Natürlich lohnt sich Merch am meisten, wenn ihr wirklich bühnenreif seid und tourt. Aber dann umso mehr: Jedes T-Shirt, jeder Button und jeder Hipster-Beutel mit eurem Bandmotiv ist Werbung für euch, wenn sie auf der Straße ausgeführt werden.

Ale Delgado hat für Digital Cowboys einen sehr lesenswerten Artikel über die Kunst des Merchandisings verfasst. Die Infos kommen von dem Panel-Vortrag „Modern Merch: Beyond the T-Shirt“ des CMJ Music Marathon, der im Oktober in New York City stattfand. Wir finden diese Tipps so gut, dass wir sie für euch als kleinen Expertentipp zusammengefasst haben:

1. Seid eine Marke

Als Musiker seid natürlich in erster Linie Künstler. Aber wenn ihr mit eurer Musik Geld verdienen wollt, ist es hilfreich, etwas unternehmerischer zu denken und euch zu einer Marke zu machen. Dazu gehört zuallererst eine einheitliche Ästhetik, eine einheitliche Farbgestaltung die sich von eurem Bandlogo bis zu eurem Merch wie ein roter Faden durchzieht. Mit einem einheitlichen Design könnt ihr dann auch ganz spezielle Merchandise entwickeln, die euch von anderen Bands abhebt. Als Beispiel nennt Ale Delgado die Glitzer-LP von Alexandra Starlight: Jedes Stück ist in limitierter Auflage handgeglitzert und so wurde ihr die LP von den Fans regelrecht aus der Hand gerissen. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Besprecht Sonderanfertigungen oder abweichende Techniken einfach mit dem T-Shirt-Drucker eures Vertrauens oder eurem Presswerk – die freuen sich sicher auch mal über was Neues.

2. Findet heraus, was eure Fans wollen (und sich leisten können)

Stelle sicher, dass Du für jeden Geldbeutel etwas am Merch-Stand aufweisen kannst. Das kann von Gratis-Downloadcodes oder Schlüsselbänder für wenige Euro, bis hin zu speziellen Bundles gehen (Shirt + CD + Button, etc.), die dann natürlich auch etwas teurer sein dürfen. Stelle sicher, dass sich theoretisch jeder deiner Zuschauer etwas vom Merch-Stand leisten könnte – und wenn es nur etwas Kleines ist. Jeder, der schon mal auf einem Konzert war, kennt das: Direkt nach der Show sind die Eindrücke noch frisch und die Begeisterung groß, vorausgesetzt, ihr habt gut abgeliefert – dies senkt die Hemmschwelle für Fans, sich noch eine kleine (oder große) Erinnerung mitzunehmen.

3. Showspezifisches Merchandise

Euer Merch wird zu etwas ganz besonderem, wenn ihr für jede Stadt, in der ihr spielt (oder zumindest für die größeren) spezielle Merch-Artikel entwerft. Laut Ale Delgado bieten sich hier vor allem städtespezifische Poster an. recordJet-Tipp: Eine günstigere Alternative wären städtespezifische Buttons, die ihr auch zuhause mit einer Button-Stanzmaschine (Erinnerung aus Schulzeiten: In vielen Gegenden verleihen die örtlichen Sparkassen oder Vereine sowas mal gerne!) schnell und günstig herstellen könnt.

Ale Delgado empfiehlt zudem, vor jeder Show auf Facebook und/oder Twitter anzukündigen, welche schönen Dinge es am Merchandise-Stand zu erwerben gibt, damit sich der ein- oder andere eventuell etwas mehr Geld einsteckt. Es gibt keinen traurigeren Anblick, als ein frischgebackener oder alteingesessener Fan, der nach dem Konzert mit traurigen Augen vor eurem Tisch steht und sich das Shirt nicht leisten kann, weil er nur noch 3€ in der Tasche hat (und der nächste Geldautomat weit entfernt ist).

4. Seid nett zu euren Kunden

Am Merch-Stand sind die Fans eure Kunden und ihr die Verkäufer. Klingt unromantisch, ist aber so. Verhaltet euch daher genau so, wie ihr gerne von einer Band am Merch-Stand abgeholt werden wollt: Platziert eure Artikel gut sichtbar, am besten mit kleinen Preisschildchen ausgestattet. Seid nett, lächelt die Interessenten an, beantwortet Fragen geduldig, drängt niemandem zu einem Kauf, und habt unbedingt Wechselgeld parat. Klingt selbstverständlich? Ist es auch icon smile Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!) .

 5. Nach der Show ist vor der Show

Schafft für eure Fans eine Erinnerung an die Show – vor allem, wenn sie besonders gut war oder zu einem besonderen Anlass stattgefunden hat (Release, Bandjubiläum, etc.). Dies können Fotos sein, die ihr nach der Show auf Facebook einstellt und auf denen die Fans sich taggen können. Auch Live-Aufnahmen von genau dieser Show sind ein beliebtes Gimmick, um sich noch mehr in die Herzen der Anhänger zu spielen. Auch hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Haben wir hier wichtige Punkte vergessen? Welches Merch-Stück von eurer Lieblingsband ist euch so lieb, dass ihr es sogar mit ins Bett nehmt? Kommentiert einfach unten icon smile Expertentipp: Merchandise für Bands   unterschätzte Einnahmequelle (aber sowas von!) .